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Basketball: Giants mit breiter Brust im Hexenkessel

Basketball: Giants mit breiter Brust im Hexenkessel

Giants reisen zum Pokalspiel beim Mitteldeutschen BC.

Düsseldorf. Da war Dienstag Morgen der Schreck groß: Die Nationale Anti-Doping-Agentur war Ben Spöler auf den Fersen. Der Nachwuchs-Basketballer von Bundesligist Giants Düsseldorf darf als Mitglied des Nationalkaders im Deutschen Basketball-Bund jederzeit kontrolliert werden. Und deshalb klingelte am um 8.30 Uhr das Telefon. "Zu dieser Zeit befinde ich mich eigentlich noch im Tiefschlaf", sagte der 20-Jährige.

Doch als der Anrufer etwas von einer beinahe verpassten Dopingkontrolle erzählte, war Spöler sofort hellwach. Denn die Kontrolleure hatten noch die alte Adresse der Spöler-Zwillinge, die erst in der vergangenen Woche umgezogen waren, und warteten daher vor der falschen Haustür. "Da musste dann alles sehr schnell gehen", so der "Ertappte".

Der Test sei dann problemlos verlaufen, "auch wenn ich etwas nervös war. Schließlich wurde ich das erste Mal kontrolliert". Zurück ins Bett ging es danach allerdings nicht, schließlich stand das Abschlusstraining vor dem Pokalspiel heute Abend beim Zweitligisten Mitteldeutscher BC an (19.30 Uhr, Stadthalle Weißenfels). Das ostdeutsche Team hatte in der ersten Runde überraschend Bundesligist Köln 99ers bezwungen (52:59) und damit den Traum der Giants von einem Derby in eigener Halle platzen lassen.

Die eigentlich für die Giants günstige Auslosung war nun hinfällig, da der klassentiefere Klub Heimrecht genießt. Ein Zweitligist empfängt einen Klub aus der ersten Liga - Außenseiter gegen Favorit. Alleine der Sieg gegen Köln sei ihm schon Warnung genug, so Trainer Achim Kuczmann, der mit der Mannschaft bereits gestern nach Sachsen-Anhalt aufbrach.

Heute steht in der Stadthalle Weißenfels eine Trainingseinheit auf dem Programm, um sich mit der rund 3000 Zuschauer fassenden Arena des Zweitligisten vertraut zu machen. Selbstvertrauen für ein Spiel im Hexenkessel dürfte genügend vorhanden sein, gerade nach dem 74:63 in Braunschweig. "Wir haben sehr gut verteidigt", so Kuczmann, "und das wird auch gegen den Mitteldeutschen BC ein wichtiger Faktor werden."

Die Konzentration dürfte dabei vor allem zwei Akteuren gelten: Zum einen dem flinken US-Guard Gregory Burks, der 2007 elf Spiele für die Düsseldorf Magics absolviert hatte. Zum anderen dem "Scharfschützen" Wayne Bernard. Für Giants-Nachwuchsmann Matthias Goddek ist das noch kein Thema. Wegen einer Rückenprellung muss er bis zu vier Wochen pausieren. Für ihn rückt Max Brauer aus der Leverkusener Regionalligamannschaft in den Bundesligakader.