Basketball: ART Giants Düsseldorf steigen in die dritte Liga auf

Basketball : ART Giants erfüllen ihre Mission

Der Aufstieg in die dritthöchste Basketball-Liga ist geschafft.

Die Schlusssirene war noch nicht verhallt, da triefte das schwarze Polo-Shirt von Jonas Jönke bereits vor Bier. Quasi mit dem Ende der Partie gegen den TV 1864 Salzkotten hatten die Spieler der ART Giants Düsseldorf ihren Trainer mit der obligatorischen Dusche für eine erfolgreiche Mission bedacht. Am vorletzten Spieltag der Saison feierten die Giants den Aufstieg aus der ersten Basketball-Regionalliga der Herren in die drittklassige „Pro B“. Dass Jönke am Samstagabend roch wie in einen Braukessel gefallen, nahm er nur zu gerne hin. „In solchen Momenten wirst du überschüttet von Emotionen und spürst einfach nur pure Freude. Da fällt eine enorme Anspannung von einem ab“, erklärte der 34-Jährige.

Verständlich, schließlich war der Aufstieg das klar formulierte Ziel und ein Scheitern hätte das Düsseldorfer Basketball-Projekt massiv in Frage gestellt. Nun wird es wohl ein Geheimnis bleiben, ob die Stadt für ein weiteres Jahr in der Regionalliga noch mal zu finanziellen Subventionen bereit gewesen wäre. Jetzt aber dürfte es sicher weitere Unterstützung geben. Schließlich ist der Kostenaufwand mit Reisen zu Auswärtsspielen in Wedel, Bernau oder Oldenburg höher. Zudem muss in den Kader investiert werden. Schließlich soll auch die dritte Liga mittelfristig nur eine Durchgangsstation nach oben sein.

Die Stadt braucht einen Nutzer für die Arena in Reisholz, umso dringender nach dem krachend gescheiterten Experiment mit den Handballern der Rhein Vikings. Bei den ART Giants scheint das Potenzial vorhanden zu sein. Rund 500 Fans machten die restlos ausverkaufte Halle des Comenius-Gymnasiums zu einem Hexenkessel und nach dem Ende der 40 Minuten gegen Salzkotten zur Party-Zone. „Was wir uns hier über die vergangenen Jahre hart erarbeitet und aufgebaut haben, das ist wirklich ein Hammer. Jetzt freuen wir uns auf eine neue Liga und auf neue Herausforderungen“, sagte Jönke.

Im Duell mit dem TV Salzkotten schienen die Nerven eine größere Herausforderung als der um den Klassenerhalt kämpfende Gast aus der Sälzerstadt am Hellweg, die befürchtete enge Kiste aber wurde es dann nicht. „Wir haben zwar etwas schwach angefangen, uns davon aber nicht nervös machen lassen“, meinte Jönke. Besonders Mindaugas Reminas führte die Mannschaft und belegte, warum der Litauer die Kapitänsbinde trägt. Am Ende hieß es 94:75 (20:16/27:15/28:23/19:21), die Aufstiegs-Party konnte beginnen.

Ein aktuelles Video zu den Giants mit Bildern von der Aufstiegsparty finden Sie unter

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