German Football League: Panther rechnen sich in Kiel etwas aus​

Football : Panther rechnen sich in Kiel etwas aus

Im vierten Saisonspiel gastiert der Aufsteiger bei den Baltic Hurricanes.

Es ist noch gar nicht lange her, da waren die Kiel Baltic Hurricanes das Maß der Dinge in der Nord-Staffel der German Football League. Zwischen 2008 und 2012 standen die Norddeutschen fünf Mal in Folge im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Doch nur im German Bowl XXXII gelang den Kielern 2010 ein Titelgewinn. Nach zwei verlorenen Finals gegen die Schwäbisch Hall Unicorns in den Jahren 2011 und 2012 endete die Dominanz der Hurricanes und die der Braunschweig Lions begann.

Im vergangenen Kalenderjahr stellte der Verein dann gar einen Insolvenzantrag – verblieb aber in der ersten Liga und hoffte vor dem Saisonstart 2019 trotzdem zum erweiterten Kreis der Play-off-Kandidaten zu zählen. Für die Düsseldorf Panther galt und gilt das nicht unbedingt. Nach der Rückkehr in die GFL sucht die Mannschaft von Cheftrainer John Leijten noch immer nach dem Anschluss in der neuen Liga. Drei Niederlagen in ebenso vielen Spielen gab es für die Mannschaft um Spielmacher Christian Strong bisher. Auch wenn die vom Briten angeführte Offensive der Raubkatzen noch Luft nach oben hat, ist es vielmehr die Defensive, die derzeit die größten Sorgen bereitet. Die Panther kassieren 44 Punkte im Schnitt. Das ist der 16. und damit letzte Platz aller Nord- und Süd-Teams in der GFL.

Ein wenig Hoffnung macht vielleicht die Tatsache, dass sich die Kieler in ihrem ersten und bisher einzigen Spiel gegen die Dresden Monarchs (14:42) ebenfalls in der Abwehr verwundbar zeigten. Am Samstag (16 Uhr) in jedem Fall den ersten Sieg der Saison zu erwarten, ist womöglich vermessen. Doch der Trainer rechnet sich durchaus etwas aus. „Kiel ist sicher eine Mannschaft, bei der wir hoffen, nah dran zu sein“, sagt Leijten. Und vielleicht gelingt den Panthern ja doch der erste Saison-Erfolg. Er könnte vieles lösen und das Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben erhöhen.

Mehr von Westdeutsche Zeitung