Geald Mossé in Düsseldorf: Der Kultjockey mit weißen Handschuhen

Galopp : Der Kultjockey mit weißen Handschuhen

Gerald Mossé reitet die Mitfavoritin Indian Blessing bei der Meilen-Trophy.

Gerald Mossé gewann den Melbourne Cup, den Prix de l’Arc de Triomphe und er ritt für den Aga Khan. Auch im Alter von 52 Jahren gilt der Franzose als einer der weltbesten Jockeys. Am Sonntag gastiert der Weltenbummler in Düsseldorf auf dem Grafenberg. In der mit 70 000 Euro dotierten Meilen-Trophy (1. Start um 13.45 Uhr) reitet Mossé die englische Mitfavoritin Indian Blessing — wie immer in seiner mehr als 35-jährigen Karriere mit weißen Handschuhen. Die sind Mossés Markenzeichen und haben dem viele Jahre in Hongkong tätigen Jockey Kultstatus verliehen.

Mit Broderie in den weltberühmten Godolphin-Farben von Dubai-Scheich Mohammed und Robin of Navan machen gleich zwei weitere internationale Spitzenpferde Jagd auf den Sieg in diesem Düsseldorfer Top-Rennen.

Und die deutschen Meilen-Asse? Mit der einzigen Dreijährigen im Feld genießt die in den German 1000 Guineas schon als Dritte stark gelaufene Shalona einiges Vertrauen. Die aus dem Kölner Erfolgsquartier von Trainer Henk Grewe entsandte Stute geht mit Gewichtsvorteilen gegenüber den älteren Grand-Prix-Pferden ins Rennen. Ihr 26 Jahre alter Reiter Maxim Pecheur ist frisch verheiratet und zeigt seit Monaten Topleistungen im Rennsattel. Liebe verleiht offenbar Flügel, denn Pecheur führt mit 50 Siegen die deutsche Jockeyrangliste an.

 Nachgenannt wurden Nica, Palace Prince und Kronprinz. Der dreifache Düsseldorfer Galopper des Jahres Wonnemond, Vorjahreszweiter und bei Grafenberg-Coach Sascha Smrczek im Training, benötigt ein Temporennen und elastisches Geläuf. Bei zu den erwartenden hochsommerlichen Bedingungen am Sonntag ist das Geläuf aber eher „gut“, und ob es Tempo im Neunerfeld geben wird, muss abgewartet werden.

Die Fortuna-Fans dürfen sich auf den Düsseldorfer Galopper Pick´s Flight im Rahmenprogramm freuen. Der formstarke Wallach des Stalles Fortuna 95 um Axel Bellinghausen und Co. dürfte erneut starke Beachtung finden. Neun Galopprennen finden ab 13.45 Uhr statt, in denen unter den 78 Startern insgesamt acht heimische Pferde laufen.

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