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Galopp: Neustart am Düsseldorfer Grafenberg​

Galopp-Rennsport : Galopp: Neustart am Grafenberg

Wegen der Corona-Krise fielen bereits zwei Renntage aus – am Sonntag geht es endlich wieder los, allerdings ohne Zuschauer und ohne Besitzer der startenden Pferde – dafür mit kostenloser Live-Übertragung in den sozialen Medien.

Ab Mitte März hagelte es Absagen, und erst seit Donnerstag durften Rennvereine in Hannover, Köln, Berlin-Hoppegarten und Mülheim/Ruhr endlich wieder veranstalten, nicht zuletzt dank eines Hygiene-Konzeptes des Verbandes Deutscher Galopp, das überzeugen konnte. Am Samstag folgt jetzt auch Düsseldorf. Allerdings ist es nur den unmittelbar an den Rennen beteiligten Personen erlaubt, die Anlage zu betreten. Trainer, Jockeys, Pferdepfleger, Tier- und Humanmediziner, Renngericht, Ordnungsdienst sowie akkreditierte Medien. Für alle gilt: Abstand halten, Hygiene pflegen, Masken tragen. Kein Problem auf dem weitläufigen Gelände.

In der größten Not, die Rennpreise wurden halbiert, erfindet sich der Galopprennsport gerade neu. Es wird unterhaltsam moderiert, Fakten und viel Wissenswertes erfährt der Betrachter über Galopprennen in nie dagewesener Form. Das alles live und kostenfrei über die Homepage des Veranstalters, auf Youtube, respektive der Verbandsseite Deutscher Galopp. Und auch über den Sport wird wieder mehr medial berichtet, weil die Pferde noch vor der Bundesliga wieder laufen. Das schafft Aufmerksamkeit im In- und Ausland.

Am Grafenberg finden ab 12.30 Uhr elf Prüfungen statt, vier Rennen wenden sich an den Derbyjahrgang, also die Dreijährigen. Im Mittelpunkt steht der Henkel-Stutenpreis. Eher bescheidene 12 500 Euro Preisgeld werden für das 1600 Meter-Rennen ausgelobt. Das Ziel: Die besten Stuten sollen sich für den kommenden Klassiker am Grafenberg, den German 1000 Guineas, qualifizieren. Sidona aus dem Stall Grafenberg ist die Favoritin, der Italiener Marco Casamento reitet sie. Und ihr Kölner Trainer Waldemar Hickst hofft, ebenso wie Mitbesitzer Albrecht Woeste auf einen Volltreffer. Sidona gilt aktuell als beste Dreijährige.

Für Neu-Geschäftsführerin Andrea Hoengesberg ist es der erste Renntag: „Wir fiebern alle dem Samstag entgegen und sind sehr dankbar für die große Solidarität unserer Partner, Mitglieder und Sponsoren“. 15 der 106 Startpferde kommen zum Saisonauftakt aus Düsseldorfer Ställen.