Futsal Chovdarov macht den Unterschied

Düsseldorf · Der Aserbaidschaner erzielt für Fortunas Futsaler drei Tore beim 4:4 gegen den MCH FC Bielefeld.

Ramiz Chovdarov im Spiel gegen Bielefeld.

Ramiz Chovdarov im Spiel gegen Bielefeld.

Foto: RP/Ralph-Derek Schröder

(magi) Als Vidoje Matic acht Sekunden vor Spielschluss den Ball zur 4:3-Führung seines Teams im Tor der Fortuna unterbrachte, schienen die Futsaler des MCH FC Bielefeld-Sennestadt ihrem Ruf als Angstgegner der Flingeraner wieder einmal gerecht zu werden. In vielen anderen Sportarten wäre dieser Treffer wohl auch gleichbedeutend mit der Entscheidung gewesen. Nicht aber im Futsal. Dort reichen auch acht Sekunden aus, um noch etwas Produktives auf die Platte zu bringen. Wie Ramiz Chovdarov am Samstagabend eindrucksvoll unter Beweis stellte. Fortunas Trainer Shahin Rassi hatte seinem Team nach dem späten Nackenschlag mit auf den Weg gegeben, den sprungreduzierten Ball noch einmal auf das Bielefelder Gehäuse zu schießen. Dass sich Chovdarov dieser Sache annahm und das Spielgerät knapp fünf Sekunden vor Spielschluss tatsächlich noch zum 4:4-Endstand im MCH-Tor einschlug, durfte dann auch niemanden auf der Tribüne in der Sporthalle des Comenius-Gymnasiums verwundern. Schließlich hatte der Nationalspieler aus Aserbaidschan zuvor schon mit zwei blitzsauberen Treffern seinen Wert für die Rassi-Fünf unter Beweis gestellt. Chovdarovs Dreierpack wurde im Anschluss völlig zurecht mit der Auszeichung als „Man of the Match“ belohnt.

Einen Spieler vom Kaliber eines Ramiz Chovdarov würde ganz sicher auch Marcel Loosfeld sofort mit Kusshand in sein Team berufen. Der Trainer der Deutschen Futsal-Nationalmannschaft war unter den Zuschauern, auch um die sechs Nationalspieler in Reihen des MCH unter die Lupe zu nehmen. Loosfeld sah in Halbzeit eins eine relativ ausgeglichene Partie, in der natürlich Ramiz Chovdarov die Gastgeber nach verhaltenen Beginn und frühem Rückstand (6.) mit seinem Ausgleichstor (14.) zurück in die Spur brachte. Der Unterschiedsspieler der Fortuna war es dann auch, der mit seinem Treffer zum 2:1 (24.) einen wilden Schlagabtausch einläutete. Die Gäste konterten umgehend durch Paulo Garibaldi (25.), fingen sich aber wenig später das 3:2 ein (26.) - das Tor war zugleich das Einstandsgeschenk von Fortunas ukrainischem Neuzugang Andrii Podlaznik. „Anstatt dann auf das vierte Tor zu gehen, kassieren wir nach einem unnötigen Ballverlust das 3:3“, ärgerte sich Shahin Rassi. Wieder war es der starke Garibaldi, der das mit fliegendem Torhüter spielende MCH jubeln ließ (37.). Und dieser Treffer sollte zunächst Wirkung zeigen bei einer ersatzgeschwächten Fortuna. Gegen weiter mit fliegendem Torwart agierende Gäste setzte es kurz vor Schluss sogar das 3:4. Die Entscheidung? Nicht mit Ramiz Chovdarov! Fortuna blieb somit auch im fünften Bundesligaspiel in Folge ungeschlagen und befindet sich einen Spieltag vor Abschluss der Hinrunde auf Platz sechs liegend voll auf Play-off-Kurs.

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