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Fußball: West spielt im Derby nur 1:1

Fußball: West spielt im Derby nur 1:1

SV Wersten präsentiert sich als Favoritenschreck, enttäuscht spielerisch aber auf ganzer Linie.

Düsseldorf. Auf dem Weg hin zu einer Spitzenmannschaft hat der SC West noch ein großes Stück des Weges zu absolvieren. Nach der 0:2-Heimschlappe gegen den VfB Hilden aus der Vorwoche ließ das Team von Harald Becker gestern Nachmittag erneut zwei Punkte auf eigenem Platz gegen ein schwächer eingeschätztes Team liegen. Das 1:1 (1:1) im Lokalderby gegen den weiterhin sieglosen SV Wersten 04 war für die ambitionierten Oberkasseler schlichtweg zu wenig.

Betrachtet man das nackte Ergebnis, präsentierten sich die Gäste vom Dechenweg wieder einmal als Favoritenschreck. Schon gegen den TuS Grevenbroich und den 1. FC Mönchengladbach hatte es für die Elf von Ersin Ergün in dieser Saison zu einem Remis gereicht. Was die sportliche Darbietung anging, war das Auftreten des SVW allerdings alles andere als Furcht erregend. Im Prinzip hatte es sogar nichts mit Fußball zu tun, was die Elf um Kapitän Bülent Öztürk auf dem Kunstrasenplatz an der Schorlemerstraße fabrizierte.

Mit Ausnahme von Nail Mazlumovski igelten sich die Gäste weitestgehend in ihrer eigenen Hälfte ein und lauerten halbherzig auf Konter. Doch dieses destruktive Konzept sollte aufgehen. Werstens Alleinunterhalter im Angriff, Nail Mazlumovski, nutzte eine Unachtsamkeit in Wests Deckung, und glich die von Rene Kägebein erzielte Führung aus (30.). Im Vergleich zur Vorwoche waren die Hausherren im Anschluss zwar um mehr Struktur bemüht. Doch entweder kamen die Flanken von Außen zu unpräzise, oder aber die West-Kicker scheiterten an Werstens Torhüter Stephan Krinke.

„Ihn haben wir heute warm geschossen“, ärgerte sich Wests Trainer Harald Becker. Mit zunehmender Dauer gingen bei den Gastgebern Geduld und Linie verloren. West versuchte es in der Schlussphase mit der Brechstange, hatte aber auch damit keinen Erfolg. Marco Michalzik schoss Stephan Krinke genau in die Arme. Einen Kopfball von Rene Kägebein kratzte Frank Steinfurt kurz vor Schluss von der Linie.