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Fußball/TuRU-Trainer Zilles: Wir müssen uns an die eigene Nase fassen

Fußball/TuRU-Trainer Zilles: Wir müssen uns an die eigene Nase fassen

TuRU verliert schlafmützig in Hiesfeld mit 1:2. Gegner zeigt mehr Leidenschaft.

Düsseldorf. Der „Patient“ TuRU befand sich in der Fußball-Oberliga zuletzt auf dem Weg der Besserung. Am Sonntag erlitten die zuletzt dreimal in Folge unbezwungenen Oberbilker jedoch wieder einen kleinen Rückschlag. Beim TV Jahn Hiesfeld unterlag das Team von Frank Zilles mit 1:2 (0:1).

„Hiesfeld war uns fußballerisch nicht überlegen, zeigte aber vielleicht die etwas größere Leidenschaft. Von daher müssen wir uns an die eigene Nase fassen“, meinte TuRUs Trainer nach Spielschluss. Vor rund 200 Zuschauern gingen die Platzherren nach einer halben Stunde und einem Eckball in Führung. TV-Kapitän Kevin Corvers köpfte zum 1:0 ein (27.).

„Genau vor diesen Situationen hatten wir im Vorfeld gewarnt“, ärgerte sich Zilles. Seine Mannschaft tat sich bei Ballbesitz schwer. Anstatt mit schnellem Passspiel Lücken in die gegnerische Abwehr zu reißen, liefen die Gäste zu lange mit dem Ball am Fuß. „Wir waren einfach nicht effektiv“, monierte Zilles.

In dieser Hinsicht waren die Hausherren besser. Erneut im Anschluss an einen ruhenden Ball war Oliver Rademacher per Kopf zum 2:0 zur Stelle (74.). Torhüter Jonas Agen und einige seiner Vorderleute wirkten in dieser Situation schlafmützig.

Mit dem Rücken zur Wand mühte sich die TuRU anschließend vergeblich, noch einmal in die Partie zurückzufinden. Einen Schuss von Robert Norf kratzte ein Hiesfelder Akteur von der Linie, bei Philip Lehnerts Versuch stand der Pfosten im Weg.

Erst in der Schlussminute fiel das 1:2 durch einen Kopfball von Nikola Aleksic (90.). Zeit, einen Punkt mit an die Feuerbachstraße zu nehmen, blieb nicht mehr. „Diese Niederlage haben wir unserer Naivität zuzuschreiben“, sagte Zilles.