Fußball: Skandal-Spiel wird in Kreisliga neu angesetzt

Fußball: Skandal-Spiel wird in Kreisliga neu angesetzt

Nach Rudelbildung gibt es Geldstrafen für den FC Maroc und SV Vatangücü.

Düsseldorf. Das wegen Tumulten abgebrochene Kreisliga A-Spiel zwischen dem FC Maroc und dem SV Vatangücü wird neu angesetzt. Dazu werden alle zwischenzeitlich ausgesprochenen Sperren gegen einzelne Spieler aufgehoben. Das entschied die Spruchkammer des Fußballkreises Düsseldorf bei einer Sondersitzung.

Zwar waren sich alle Beteiligten einig, dass das, was zwischen den beiden Teams passiert war, sich auf keinen Fall wiederholen darf, von einer Massenschlägerei, die der Schiedsrichter wegen des Abbruchs in seinem Sonderbericht erwähnt hatte, konnte keine Rede mehr sein.

Spieler beider Mannschaften gaben vor der Spruchkammer allerdings zu, dass es nach einem Zweikampf zwischen Vatangücü-Torwart Martin Wolf und Maroc-Stürmer Khalid Channig zu einer Rudelbildung samt Beschimpfungen und Schubsereien kam, die Fäuste seien nicht geflogen.

„Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen“, sagte Maroc-Vorsitzender Lothar Weber am Donnerstag gegenüber der WZ. Gänzlich glücklich war Weber nicht mit dem Urteil. Schließlich wurden beide Vereine zu einer Geldstrafe verurteilt.

Neben den 300 Euro wegen unsportlichen Verhaltens und einem Teil der Verfahrenskosten gab es zusätzlich Strafen von mehreren hundert Euro für das Fehlen geladener Zeugen, „obwohl einer unserer Spieler krank zu Hause im Bett liegt und sogar ein Attest hat“, ärgerte sich Weber. bes

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