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Fußball-Oberliga: TuRU stutzt Hönnepel die Flügel

Fußball-Oberliga: TuRU stutzt Hönnepel die Flügel

Trotz 60-minütiger Unterzahl siegt das Zilles-Team beim Spitzenreiter in Kalkar mit 2:1. Nikolic und Schütz treffen.

Düsseldorf. Die TuRU hat den Himmelsstürmern der Fußball-Oberliga die Flügel gestutzt. Das Team von Frank Zilles setzte sich Sonntagnachmittag beim souveränen Spitzenreiter SV Hönnepel-Niedermörmter trotz 60-minütiger Unterzahl mit 2:1 (2:0) durch und fügte den Platzherren somit die erste Niederlage im neuen Jahr zu. Mit einem Erfolg der Oberbilker war im Vorfeld nicht unbedingt zu rechnen, schließlich musste Frank Zilles auf seine beiden rotgesperrten Leistungsträger Bernd Willems und Phillip Lehnert verzichten.

Doch von einer großen Überraschung wollte TuRUs Coach nach der Partie auch nicht sprechen. „Auch Hönnepel ist ja keine Mannschaft, die nur aus Außergewöhnlichen besteht.“ Genau diese Einschätzung bestätigte der Ligaprimus auch im ersten Abschnitt. Der Gastgeber brachte die neu formierte Abwehr der TuRU auf dem „bebenden Acker“ vor der Pause kaum in Wallung.

Die Abwehrzentrale stand mit Neuzugang Niklas Wesseln und Tobias Lippold sicher. Davor initiierte der sehr starke Robert Norf im Mittelfeld einige kluge Angriffe. „Robert war sehr agil und hat in der Offensive für die entscheidenden Momente gesorgt“, lobte Frank Zilles den Vorbereiter beider Treffer. Beim 1:0 von Marco Nikolic (17.) zeigte sich Norf uneigennützig und legte den Ball nach einer zunächst abgewehrten Ecke quer, anstatt selbst den Abschluss zu suchen. Beim 2:0 (28.) profitierte Benjamin Schütz von der Übersicht des 22-Jährigen und vollendete Norfs Vorbereitung aus sieben Metern Entfernung.

Für Torschütze Benjamin Schütz war die Partie allerdings kurz darauf bereits beendet. Nachdem sich der Mittelfeldspieler verbal über ein nicht geahndetes gefährliches Spiel gegen ihn beschwert hatte, zeigte ihm Schiedsrichter Thomas Ulitzka die Rote Karte (35.). Diese für Frank Zilles „überzogene Entscheidung“ hatte natürlich Einfluss auf den Verlauf der zweiten Hälfte.

Hönnepels Coach Heorg Mewes beorderte nach dem Wiederanpfiff den Zwei-Meter-Mann Daniel Boldt ins Sturmzentrum, und fortan versuchten die Gastgeber, trotz Überzahl, vor allem mit hohen Bällen auf den Hünen zum Erfolg zu kommen. „Da mussten wir schon ein bis zwei kritische Situationen überstehen“, meinte Zilles.

Allerdings blieb seine Mannschaft bei Kontern über Robert Norf sporadisch gefährlich. Doch weder Gianluca De Meo noch Marco Nikolic konnten die umkämpfte Begegnung, die nach dem Anschlusstor von Danny Steinmetz (78.) zum Krimi wurde, mit ihren Möglichkeiten vorzeitig entscheiden.

TuRU: Agen — Wolf, Lippold, Wesseln (79. Lopez-Torres), Steinfort - Norf (90. Karabas), Schütz, Nikolic, De Meo (83. Heuer), Kandora — Aleksic

Tore: 0:1 (18.) Nikolic, 0:2 (28.) Schütz, 1:2 (78.) Steinmetz

Rote Karte: Benjamin Schütz (35., Schiedsrichterbeleidigung)