Fußball-Oberliga: Harte Aufgaben für TuRU und SC West​

Fußball-Oberliga : Harte Aufgaben für TuRU und SC West

Düsseldorfs Oberligisten stehen vor schwierigen Aufgaben. Wir sprachen mit den Trainern.

Zwei schwere Spiele warten auf die Düsseldorfer Fußball-Oberligisten. Der SC West kämpft bei Tabellenführer VfB Homberg um wichtige Punkte gegen den Abstieg. Turu Düsseldorf erwartet am Sonntag den Tabellensiebten FC Monheim. Wir haben davor mit den Trainern Samir Sisic (Turu) und Ranisav Jovanovic (West) gesprochen.

Wie sind die TuRU und der SC West aus der Winterpause gekommen?  Wie ist die aktuelle Form?

Samir Sisic: Wir sind ein bisschen lädiert. Wir müssen verletzungsbedingt schon lange auf drei Spieler verzichten und die letzten Spiele deshalb mit den gleichen Leuten bestreiten. Das schlaucht ein wenig. Dazu hat sich beim 3:1-Siegim Testspiel gegen den DSC 99 Chris Krämer eine Zerrung geholt. Aber wir sind heiß auf das Spiel gegen Monheim.

Ranisav Jovanovic: wir sind gut drauf. Wir haben aus den ersten beiden Spielen nach der Winterpause vier Punkte geholt. Und beim 2:2 gegen Velbert war auch mehr für uns drin. Wir haben die beiden Spiele nicht verloren und das ist positiv.

Jetzt warten aber schwere Aufgaben auf  Düsseldorfs Oberligisten . . .

Sisic: Auf jeden Fall. Monheim hat auf dem Papier eine gute Truppe, die meist liefert. Manchmal wird sie aber nicht den Erwartungen gerecht. In der Oberliga entscheiden in diesem Jahr oft Kleinigkeiten. Bis zum Vorletzten kann jeder in der Liga punkten. Es ist brutal eng, da entscheidet die Tagesform. Monheim hat sich im Winter auch noch personell verstärkt — ich bin gespannt.

Jovanovic: Auf jeden Fall. Wir spielen gegen die aktuell beste Mannschaft aus der Liga und das noch auswärts. Homberg hat zehn Punkte Vorsprung und will mit aller Macht oben bleiben. Wir wissen genau, wie schwer es wird. Das ist ein Bonusspiel. Es erwartet keiner von uns, dass wir etwas holen. Aber wir werden uns nicht kampflos ergeben?

Wie haben Sie und Ihre Mannschaft  Karneval verbracht?

Sisic: Am Rosenmontag hatte die Mannschaft frei. Wir hatten am Mittwoch vor Altweiber das Testspiel gegen den DSC, haben freitags trainiert und es gab dann drei freie Tage. Diese Woche haben wir vier Einheiten gemacht. Wer viel feiern kann, der kann auch viel trainieren.

Jovanovic: Die Jungs konnten am Rosenmontag feiern, abends haben wir aber trainiert. Ich hatte der Mannschaft versprochen, dass wir den Tag nach Altweiber frei machen, wenn wir in Nettetal gewinnen. Das Wort hab ich gehalten. Dafür hatten wir dann eben montags trainiert. Der ein oder andere Spieler hatte ein anstrengendes Wochenende, deshalb war die Bewegungseinheit auch so wichtig.

Wie sieht es personell bei der TuRU und dem SC West aus?

Sisic: Jakub Przybylko, unser bester Torschütze, hat Rückenprobleme. Daniel Rey, der bisher alle Spieler als Innenverteidiger gemacht hat, hat Probleme am Zeh. Vedran Beric hat sich hoffentlich keinen Hexenschuss geholt, das können wir im Moment schwer einschätzen. Ich hätte eigentlich gerne noch ein spielfreies Wochenende, damit ein paar Jungs wieder fit werden.

Jovanovic: Personell sieht es das erste Mal erfreulich aus. Andrej Hildenberg hat das erste Mal seit dem 23. Dezember mit der Mannschaft trainiert. Canel Cetin fehlt noch, wird aber nächste Woche wieder anfangen. Sebastian Santana ist bald auch wieder im Training und dann habe ich das erste Mal, seit ich da bin, alle Spieler im Training. Das ist erfreulich.

Was sind die kurzfristigen Ziele?

Sisic: Ich habe meinem Betreuer am Anfang der Saison gesagt: Ich will 34 Mal gewinnen. Dass das nicht realistisch war, ist ja klar. Aber das ist unsere Einstellung. Ich will jedes Spiel gewinnen. Basis dafür ist, hinten die Null zu halten. Dann reicht vorne natürlich schon ein Tor zum Sieg.

Jovanovic: Wir müssen diese Woche gegen den Tabellenführer antreten, nächste Woche gegen den Tabellenzweiten. Wenn wir aus diesen Begegnungen zwei, drei oder sogar vier Punkte mitnehmen, dann können wir alle wirklich zufrieden sein. Wir wissen allerdings, wie schwer es wird. Aber wir müssen uns mit wirklich allem wehren, was wir haben.

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