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Fußball-Niederrheinliga: Kraftlose TuRU im Dauertief

Fußball-Niederrheinliga: Kraftlose TuRU im Dauertief

Die zweite Niederlage in einer Woche könnte dem Niederrheinligisten den Aufstieg kosten.

Düsseldorf. Was ist bloß mit der TuRU los? Wer Böses denkt, muss meinen, die Mannschaft von Frank Zilles will nicht in die Fußball-NRW-Liga aufsteigen. Vier Tage nach der verdienten 0:2-Niederlage beim SV Straelen folgte für die Oberbilker am Sonntag der nächste harte Nackenschlag.

Auf eigenem Platz ging die kraftlos wirkende TuRU gegen den Tabellenneunten SV Straelen sang- und klanglos mit 0:3 (0:2) unter und gab dabei sogar ihrem Vereinschef Rätsel auf. „Ich bin ratlos, was derzeit mit uns los ist“, sagte Heinz Schneider.

Der leblose Auftritt der Blau-Weißen vor 480 Zuschauern im Stadion an der Feuerbachstraße erinnerte stark an die letzte Saison, als der TuRU ebenfalls auf den letzten Metern des Aufstiegsrennens die Luft ausging. Dabei hätten die Schützlinge von Frank Zilles eigentlich aus den Ereignissen des Vortages Kraft schöpfen müssen.

Die Partie des großen Rivalen KFC Uerdingen bei Ratingen 04 wurde bereits am Samstag beim Stand von 2:1 für Ratingen wegen massiver Zuschauerausschreitungen, die einen Pfeffersprayeinsatz der Polizei auslösten, abgebrochen. Doch die Aussicht, mit einem Sieg über Straelen an Uerdingen vorbei auf den ersten Tabellenplatz zu stürmen, schien die TuRU eher zu lähmen denn zu beflügeln.

Geistig und körperlich war der Aufstiegsaspirant wieder nicht auf der Höhe. Den Gästen aus Straelen reichten simple Mittel, um die TuRU in Bedrängnis zu bringen. Beim 0:1 durch Danny Thönes (23.) ließen sich die Gastgeber von einem einfachen Steilpass düpieren. Vor dem 0:2 durch Sebastian Clarke (45.) parierte Jonas Agen glänzend. Alleine die Hilfe seiner indisponierten Vorderleute blieb aus. Wie die TuRU derart aus der Form geraten konnte, ist nicht alleine mit dem Kräfteverschleiß zu erklären.

Auch der Gast aus Straelen war unter der Woche im Einsatz, musste am Sonntag aber noch nicht einmal an die Schmerzgrenze gehen. Erst nachdem wiederum Thönes zum 3:0 einschob (78.), kam die TuRu zu ihrer einzigen echten Torchance. Aus kurzer Distanz vergaben Oliver Hampel und Dennis Lichtenwimmer (88.). In der dieser Verfassung muss der TuRU vor dem Niederrheinpokal-Halbfinale gegen Rot-Weiß Essen Angst und Bange sein. Auch der Aufstieg in die NRW-Liga ist fraglich.