1. NRW
  2. Düsseldorf
  3. Lokalsport

Fußball-Landesliga: Benrath geht mit neuem Trainer ins Derby

Fußball-Landesliga: Benrath geht mit neuem Trainer ins Derby

Frank Moeser hat sich vom VfL Benrath überzeugen lassen: „Kein Spieler bekommt einen Bonus“.

Düsseldorf. Frank Moeser macht den Rücktritt vom Rücktritt. Nach seiner letzten Station beim BV 04 hatte Moeser mit der Trainertätigkeit eigentlich abgeschlossen. Doch unter der Woche gab der 40-Jährige dem Werben des VfL Benrath nach und dem Fußball-Landesligisten seine Zusage, mit sofortiger Wirkung die Nachfolge des entlassenen Armin Lahrmann anzutreten.

„Wir standen seit zwei Wochen in Kontakt, irgendwann habe ich mich dann überzeugen lassen“, sagt Moeser. Mit „wir“ waren der Coach selbst und einige seiner künftigen Schützlinge gemeint. Mit ein paar von ihnen stand Moeser zum Teil früher selbst noch gemeinsam auf dem Platz, manche der VfL-Kicker hatte der frühere Abwehrspieler in Wersten oder beim BV 04 auch schon unter seinen Fittichen.

„Ich kenne den Großteil der Mannschaft, weiß wie die Jungs ticken und wie ich sie anpacken muss“, verspricht Moeser, der sich selbst „als Kumpeltyp, der auch hart durchgreifen kann“, bezeichnet. Genau diese Trainergattung wünschten sich gerade die langjährigen Benrather im Kader, die Kommunikationsprobleme mit Armin Lahrmann hatten und deshalb auch den Wechsel auf der Trainerbank forcierten.

Sie haben nun den Wunschcoach bekommen und damit auch kein Alibi für schlechte Leistungen mehr. Für Moeser wird es nun vor allem darum gehen, die Mannschaft von einem gemeinsamen Weg zu überzeugen. „Bei mir bekommt keiner einen Bonus, nur weil ich ihn schon länger kenne“, verspricht der Trainer, der schnell erkannt hat, dass das Verhältnis von alteingesessenen Akteuren und Nachwuchskräften verbessert werden muss.

„Ich muss jung und alt näher zusammen bringen“, sagt Moeser. Am besten geht das mit Siegen. Im Derby gegen den Tabellendritten SC West bietet sich die erste Gelegenheit dazu. Angst hat Moeser vor den favorisierten Oberkasselern jedenfalls nicht. „West hat ein ganz anders Potenzial und andere Ambitionen. Sie müssen bei uns gewinnen. Ich denke, uns spielt die Konstellation eher in die Karten“, sagt der neue Mann auf der Benrather Kommandobrücke.