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Fußball-Landesliga: „Am Sonntag geht es richtig los“

Fußball-Landesliga: „Am Sonntag geht es richtig los“

Benraths Trainer Armin Lahrmann hofft gegen den DSC auf den Derbyeffekt.

Düsseldorf. Ein Duell der Enttäuschten gibt es am Sonntag in Benrath. Dort empfängt der gastgebende VfL den DSC 99. Beide Teams haben den Saisonauftakt in der Fußball-Landesliga in den Sand gesetzt. Der VfL Benrath ließ sich bei der 0:3-Niederlage beim SC Velbert den Schneid abkaufen, der DSC musste sich auf eigenem Platz dem Aufsteiger TV Kalkum Wittlaer geschlagen geben.

„Nachdem wir den ersten Spieltag verschlafen haben, geht die Saison für uns am Sonntag richtig los“, verspricht Armin Lahrmann. Benraths neuer Trainer ist optimistisch, dass seine Schützlinge gegen den „Club“ eine andere Einstellung und Laufbereitschaft an den Tag legen werden und setzt dabei auf die Emotionen im Nachbarschaftsduell.

„Ein Derby hat nicht nur eigene Gesetze sondern auch einen viel höheren Stellenwert bei den Spielern“, sagt Lahrmann. Verzichten müssen die Schlossstädter weiter auf Yannick Krohn. Der Zugang hatte im Juli noch für seinen Ex-Verein Baumberg gespielt und könnte nun nur mit einem Amateurvertrag spielberechtigt gemacht werden. Da dieser nicht abgeschlossen wird, ist Krohn erst in der Rückrunde für Benrath spielberechtigt.

Auf Seiten des DSC hat man das 0:1 gegen Kalkum sofort aufgearbeitet. „Eine Stunde lang war ich mit dem Spiel zufrieden. Doch nach dem Gegentor haben wir uns nicht mehr entscheidend gewehrt“, bemängelte Trainer Peter Vogel. Auf Seiten der weitestgehend einfallslosen Derendorfer wurde vor allem Bruno Oliveira schmerzlich vermisst. Der Angreifer kann aufgrund seiner fußballerischen Klasse nicht nur Spiele alleine entscheiden, Oliveira reißt mit seinem Temperament auch seine Nebenleute mit. „Er ist ein Motivator, der uns an allen Ecken und Kanten fehlt“, sagt Vogel über den am Knie verletzten Torjäger. Pech für dem DSC: Oliveira wird im Gegensatz zum wieder gesunden Stammkeeper Holger Dohmen wohl auch in Benrath passen müssen.

Auf hohem Niveau geklagt wurde beim SC West bei der Aufarbeitung des 4:1-Auftaktsiegs über Union Velbert. „Natürlich gibt es viele Teams, die gerne so gut wie wir gestartet wären“, sagt Trainer Marcus John. Allerdings gab es für den Übungsleiter auch Ansatz zur Kritik. „In den letzten 20 Minuten haben wir fast das noch umgeschmissen, was wir uns zuvor in 70 Minuten aufgebaut haben. Mit dieser Einstellung geht es nicht“, sagt John.

Dass einzelne Akteure in der Schlussphase die Abwehrarbeit vernachlässigten, wurmte den Coach. Am Ende profitierte West aber von der Effektivität im Torabschluss, die während der Vorbereitung noch fehlte. Zu Hause gegen den Wülfrath soll die Balance zwischen Abwehr und Angriff verfeinert werden.

Der Aufsteiger TV Kalkum Wittlaer will den 1:0-Auftaktsieg über den DSC zu Hause gegen den auch siegreichen TSV Ronsdorf bestätigen. Allerdings muss Giuseppe Montalto seine erfolgreiche Elf umbauen. Dennis Mineropp brach sich im Training die Hand. Max Heckhoff und Dominik Brockhoff fallen aus beruflichen Gründen aus. Zudem fehlt auch Daniel Müller (Flitterwochen) weiter. Kalkums Trainer rechnet mit einer engen Partie: „Unsere Spielanlagen ähneln sich. Es könnte ein typisches 0:0-Spiel werden.“

Mit einem 0:0 ist beim Gastspiel von TuRUs zweiter Mannschaft bei Aufsteiger Grün-Weiss Wuppertal eher nicht zu rechnen. Die offensivfreudige TuRU ist immer für ein Tor gut. Das bewiesen die Oberbilker auch beim knappen 2:3 gegen den zum Favoritenkreis zählenden FC Remscheid.