Fußball: Ein Sieg nach Magerkost für die TuRU

Fußball: Ein Sieg nach Magerkost für die TuRU

TuRUs Trainer Frank Zilles ist nach dem 1:0 gegen Bösinghoven dennoch zufrieden.

Düsseldorf. Es geht nicht immer im Hurra-Stil. Im Stadion an der Feuerbachstraße hat die TuRU ihren eigenen Anhang in dieser Saison schon des öfteren mit attraktivem Angriffsfußball verwöhnt. Am Sonntag freilich war davon wenig zu sehen. Immerhin brachte auch die Magerkost drei Punkte ein.

Das 1:0 (0:0) über den SV Bösinghoven war zumindest ergebnistechnisch die richtige Antwort auf die eine Woche zuvor erlittene 0:6-Schlappe gegen den KFC Uerdingen und sichert den Oberbilkern weiterhin Tabellenplatz zwei. „Das war heute sicherlich ein schmutziger Sieg, aber diesen Unterschied sieht man am Ende in der Tabelle nicht“, sagte ein am Ende zufriedener TuRU-Coach Frank Zilles.

Mit der noch zu frischen Erinnerung an die Ereignisse aus Uerdingen und in Anbetracht erheblicher personeller Probleme „war doch klar, dass wir hier heute keinen Leckerbissen bieten konnten“, so Zilles weiter. Den Platzherren merkte man vor 200 Zuschauern an, dass sie nur in einer Verlegenheits-Formation agieren konnten.

Mit dem ins Mittelfeld vorgerückten Damian Kandora und den nach längeren Verletzungen längst noch nicht in körperlichem Top-Zustand befindlichen Daniel Rey und Miguel Lopez-Torres in der Startelf bekamen die Oberbilker zunächst überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel.

Erst Sebastian Sempers völlig verunglückter Bodenabstoß, der den Gästen beinahe das Führungstor ermöglicht hätte (23.), schien die Mannen von Frank Zilles in Ansätzen aufzuwecken. So hatte der TuS kurz vor der Pause Glück, dass George Ndoum für ein Foul als letzter Mann gegen Oliver Thederahn zunächst nur „Gelb“ sah (43.) und Jan-Niklas Schmänk sowie Lars Klitzsch wenige Sekunden später an einer flachen Hereingabe vor das Gäste-Tor vorbeirutschten (44.).

Kurz nach dem Seitenwechsel schlug die TuRU dann aber doch spielentscheidend zu. Dabei war die Entstehung des einzigen Treffers symptomatisch für das Spielniveau. Im Fallen „würgte“ Jose-Miguel Lopez-Torres den von Thederahn flach vor das Tor getretenen Eckball über die Torlinie (51.).

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