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Oberliga-Niederrhein: Für den SC West kann es jetzt eng werden

Oberliga-Niederrhein : Für den SC West kann es jetzt eng werden

Die 0:2-Niederlage und das kommende Programm machen Trainer Marcus John Sorgen. Die TuRU besiegt Hönnepel.

Düsseldorf. Immer noch nicht aus dem Schneider ist der SC West in der Fußball-Oberliga. Nach der 0:2 (0:2)-Niederlage beim Nachbarn Ratingen 04 haben die Oberkasseler zwar immer noch sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Doch mit Blick auf das ambitionierte Programm in dieser Woche mit Heimspielen gegen den Tabellenführer Wuppertaler SV (Mittwoch) und den Tabellendritten TuRU am Samstag hebt Trainer Marcus John den warnenden Zeigefinger. „Wenn es schlecht läuft, holen wir aus diesen Spielen auch keinen Punkt und dann kann es plötzlich wieder eng werden.“ Sollte West in diesen beiden Spielen an die Leistung von Sonntag aus der ersten Hälfte anknüpfen, dann ist dieses Szenario nicht unwahrscheinlich.

Die Oberkasseler starteten unerklärlich schläfrig ins Spiel und kassierten prompt die Quittung. Ausgerechnet der auf der Platzanlage Sohn des SC West groß gewordene Ratinger Innenverteidiger Adnan Hotic traf nach einem Eckball von Stefan Rott früh zum 1:0 (2.). Die John-Elf tat sich auch in der Folge schwer, Druck zu entfachen und geriet noch vor der Pause nach einem folgenschweren Patzer von Manuel Haber mit 0:2 ins Hintertreffen. Mit den Hereinnahmen der Offensivkräfte Fabian Stutz und Dennis Ordelheide gab Marcus John im zweiten Abschnitt das richtige Signal. Die nun agileren Gäste kamen durch Shunya Hashimoto (2) und Stutz zu drei Chancen in Serie, wovon sie allerdings keine nutzten. „Da war mir schon klar, dass wir heute wohl kein Tor mehr erzielen würden“, ahnte John Böses. Der Trainer sollte letztlich Recht behalten. In einer von beiden Seiten mit offenem Visier geführten Schlussphase gab es Chancen hüben wie drüben. Letztlich siegte Ratingen verdient, weil die Gastgeber mit Daniel Keith-Ruel und Carlos Penn im Angriff durchschlagkräftiger besetzt waren.

SC West: Koch - Nakamura, Hashimoto, Commodore (74. Kosmala), Kilic, Zilgens, Eurem (57. Ordelheide), Ewertz, Haber, Omote (46. Stutz), Afkir Tore: 1:0 (2.) Hotic, 2:0 (41.)

Penan Georg Mewes flüchtete sich nach Spielschluss in Galgenhumor. „Das einzig Positive an diesem Tag ist, dass wir keinen Spieler durch Verletzung oder Platzverweis verloren haben“, sagte der Trainer des SV Hönnepel-Niedermörmter nach der verdienten 0:2 (0:0)-Niederlage bei der TuRU.

Mewes sah ein ganz schwaches Spiel seiner Mannschaft, die die umformierte Abwehr der TuRU in den 90 Minuten nie in ernsthafte Schwierigkeiten brachte. Turus Trainer Frank Zilles beorderte etwas überraschend Kapitän Philip Lehnert aus dem Mittelfeld auf die rechte Abwehrseite und fühlte sich in dieser Maßnahmen hinterher bestätigt. Lehnert bereitete früh die erste Torchance des Spiels vor, die allerdings noch nicht genutzt wurde. Erst kurz nach dem Seitenwechsel durften die Platzherren jubeln, nachdem Shkelzen Imeri für die verdiente Führung gesorgt hatte. Samuel Limbasan machte auf Vorarbeit von Ferati das zweite Tor.

TuRU: Agen - Lehnert, Nadidai, Pjetrovic, Wolf, Ozan, Imeri (74. Ivosevic), Norf, Ferati (80. Rychlik), Limbasan (88. Kashiwase), Dertwinkel; Tore: 1:0 (50.) Imres, 2:0 (62.) Limbasan