Düsseldorf: Frauenfußball: Links fällt nach Remis auf siebten Platz zurück

Düsseldorf: Frauenfußball: Links fällt nach Remis auf siebten Platz zurück

Erst nach einem Rückstand wacht das Team von Trainer Peter Vogel auf.

Düsseldorf. Start verschlafen, gekämpft und einen Punkt gerettet. Frauen-Fußball-Niederrheinligist CfR Links kam am dritten Spieltag beim SV Budberg zwar noch zu einem 2:2 (0:2), fiel aber dennoch auf den siebten Platz der Tabelle zurück und hat schon früh in der Saison fünf Punkte Rückstand auf Spitzenreiter SV Walbeck. „Für die nächsten Spiele wünsche ich mir, dass meine Vorgaben von Anfang an umgesetzt werden und nicht erst nach einem Rückstand“, sagte der aus dem Urlaub zurückgekehrte Cheftrainer Peter Vogel.

Dass am Ende zumindest ein Unentschieden heraussprang, war einem Traumtor von Laura Schröder zu verdanken. Doch bis es soweit war, konnten sich die Heerdterinnen bei ihrer Schlussfrau Sonja Metz bedanken, nicht mit 0:4 oder gar 0:5 zurückzuliegen. Die für Jacqueline Heindl ins Tor gerückte 29-Jährige zeichnete sich bei etlichen Chancen der Budbergerinnen aus. Nur mit einem Fernschuss von Dorthe Engbers (28.) und durch einen höchst umstrittenen Freistoß von Nadine Spitalar (39.) ließ sich Metz überwinden.

Mit 0:2 ging es in die Kabine, wo Peter Vogel eine saftige Ansprache hielt. Und siehe da - die Rot-Schwarzen kehrten wie verwandelt aufs Feld zurück. Plötzlich bekam auch Sabrina Fricke zwischen den Pfosten des Regionalliga-Absteigers einiges zu tun. Doch noch wurde beim CfR Links zuviel individuell probiert, das Zusammenspiel blieb weiter auf der Strecke. Die Moral aber wurde in der 74. Minute mit dem Anschlusstreffer durch Merima Bujak belohnt und fünf Minuten später folgte dann der große Auftritt von Laura Schröder. Erst zehn Minuten zuvor eingewechselt, versenkte sie den Ball wie einst Lothar Emmerich bei der WM 1966 gegen Spanien fast von der Torauslinie im Netz. Danach hätte der CfR die Begegnung beinahe sogar noch komplett gedreht. Doch Jolina Niewiadomski traf in der 89. Minute nur den Pfosten. Ein Sieg wäre dann jedoch des Guten auch etwas zu viel gewesen.

Gewonnen hat dafür Landesligist TuSA Düsseldorf. In einer Partie, die den Zuschauern viel Unterhaltung bot, den Trainern angesichts der Defensiv-Leistungen ihrer Mannschaften aber die Haare zu Berge stehen ließ, gewann das Team von Peter Garnkäufer beim SV Rosellen mit 4:3 (2:2). Damit gingen die Fleherinnen auch im dritten Saison-Spiel als Sieger vom Platz und behaupteten die Tabellenführung mit zwei Punkten Vorsprung. Jennifer Menningen schoss Rosellen in der 36. Minute in Führung, Catharina Makosch drehte die Begegnung binnen zwei Minuten (38. und 40.), aber Menningen erzielte mit dem Pausenpfiff das 2:2. In der 47. Minute brachte Lena Hinnemann die TuSA erneut in Front, doch nur fünf Minuten später schlug Menningen schon wieder zurück. Für die Entscheidung sorgte schließlich Trainer-Tochter Christin Garnkäufer, der in der 64. Minute das 4:3 gelang.

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