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Düsseldorf: Frauenfußball: CfR Links und die Herkulesaufgabe

Düsseldorf : Frauenfußball: CfR Links und die Herkulesaufgabe

Der Regionalliga-Aufsteiger sieht sich gerüstet. Aber selbst Platz sieben könnte für den Klassenerhalt nicht reichen.

Düsseldorf. Mit einem Frühstart beginnt für die Fußball-Frauen des CfR Links am Sonntag die Saison in der Regionalliga West. Ausnahmsweise schon ab 13 Uhr (statt wie bei den folgenden Heimspielen ab 15 Uhr) empfängt das Team von Trainerin Melanie Strangulis auf dem Sportplatz an der Pariser Straße die Warendorfer SU. Zum zweiten Mal nach 2014 hat der CfR den Sprung in die dritthöchste Spiel-Klasse des deutschen Frauen-Fußballs geschafft. „Und diesmal wollen wir es natürlich besser machen als damals“, sagt Strangulis.

Seinerzeit stiegen die Heerdterinnen bei drei Siegen, zwei Unentschieden und 21 Niederlagen mit nur elf Punkten sowie 31:100 Toren als Schlusslicht direkt wieder ab. Nun sieht Strangulis die Mannschaft deutlich besser präpariert. Der Klassenerhalt aber wird dennoch zu einer Herkulesaufgabe. „Unter normalen Umständen ist es für uns absolut möglich, drin zu bleiben. Das Problem ist jedoch, dass die 2. Liga zur kommenden Saison eingleisig wird und dadurch dort viele Teams runter müssen“, sagt Strangulis.

Im ungünstigsten Fall bedeutet dies, dass es in der Regionalliga West sieben Absteiger geben könnte. „Um ganz sicher zu gehen, müssten wir Sechster werden. Das ist natürlich schon eine äußerst schwierige Aufgabe“, sagt Strangulis. Die 38-Jährige aber will sie angehen. Schließlich kennt keiner den Verein und die meisten Spielerinnen so gut wie sie. Nach dem aus intern gehaltenen Gründen gescheiterten Engagement von Peter Vogel war Strangulis zur vergangenen Rückrunde zunächst nur als Interims-Coach tisch eingesprungen, nun ist sie wieder voll dabei.

Weiter intensiv dabei ist auch Team-Managerin Sabine Klees. Die gute Seele des CfR kümmert sich um die Logistik rund um den Spielbetrieb und hat auch die Kasse im Blick. Immerhin gibt es mit den Reisen nach Warendorf sowie Hauenhorst bei Rheine nun zwei weiter entfernte Auswärtsspiele, für die ein großer Bus benötigt wird. Zudem pfeift in der Regionalliga ein Schiedsrichter-Gespann, was in der Saison rund 1000 Euro Kosten an Verbands-Abgaben bedeutet.

„Daher können wir jetzt auch leider keinen freien Eintritt mehr gewähren“, sagte Klees im Gespräch mit der WZ. Vier Euro kostet eine Karte, ermäßigte zwei Euro. Dass für Sonntag 100 Tickets gedruckt wurden, hält Klees trotz Aufstieg allerdings für optimistisch. „Eine dreistellige Zuschauerzahl wird es bei uns wohl kaum geben“, sagte die 62-Jährige, die dafür aber ein bedeutsames Datum im Blick hat. „Im März muss ich die Unterlagen für eine neue Lizenz einreichen“, sagt Klees. Die ersten drei Punkte dafür soll es am Sonntag geben.