Frauenfußball: CfR Links schaut auf „durchwachsene Saison“ zurück

Fußball : CfR Links blickt auf „durchwachsene Saison“ zurück

Trotz des Kreispokalerfolgs lief bei den Niederrheinliga-Fußballerinnen aus Heerdt längst nicht alles rund. Geht es nach Trainerin Elisa Wilson, wird auch die deutsche Nationalmannschaft bei der WM keine Bäume ausreißen.

Am Dienstagabend gab es bei den Niederrheinligafußballerinnen des CfR Links das letzte Stelldichein der Saison. Bevor sich die Wege Richtung Urlaub trennten, schauten sich die Mannschaft und ihre Trainerin Elisa Wilson im Vereinsheim an der Pariser Straße noch gemeinsam die WM-Begegnung zwischen den USA und Thailand an. „Einige meiner Spielerinnen sind an diesem Turnier in Frankreich sehr interessiert, andere eher etwas weniger“, sagte Wilson. Die vielen Treffer aber bestaunte natürlich jede. Mit 13:0 fieselte der Titelverteidiger seinen hoffnungslos überforderten Gegner ab.

Nur gut, dass die deutsche Nationalmannschaft nach ihren beiden 1:0-Erfolgen über China und Spanien so gut wie Gruppensieger ist und damit frühestens im Endspiel auf den dreifachen Weltmeister treffen kann. Ob es das Team um die neue Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg allerdings soweit schafft, bezweifelt ihre Heerdter Kollegin: „Martina ist die perfekte Bundestrainerin. Ich bin mir sicher, dass sie die Mädels lange begleiten und mit ihnen Erfolge feiern wird. Bei dieser WM aber räume ich ihnen nur Außenseiterchancen ein, die junge Mannschaft muss erst noch zusammenwachsen“, meint Wilson gegenüber der WZ.

Zu viele Verletzte, zu wenige Punkte

Zumal ungewiss ist, ob die angeschlagene Spielgestalterin Dzsenifer Marozsán nochmal eingreifen kann. In der Hinsicht kann Elisa Wilson mit der Bundestrainerin fühlen, der CfR Links hatte besonders in der Rückrunde lange Zeit viele verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen. Für Wilson war es in der Analyse dann auch eine durchwachsene Saison: „In der einen oder anderen Partie hätten wir schon mehr holen können. Die Mannschaft hat aber immer gut gearbeitet, und angesichts der Personalsituation bin ich insgesamt schon zufrieden.“

Auch weil am Pfingstmontag durch ein ungefährdetes 4:0 (2:0) über TuSA 06 noch der Kreispokal gewonnen werden konnte. Sarah Pankau (38.), Lena Hinnemann (45.), ein Eigentor (88.) sowie erneut Pankau sorgten für den Erfolg. Vor den 120 Zuschauern in Unterbach hatten die Heerdterinnen ihrem Kontrahenten aus Flehe vor dem Anstoß mit einer Kiste Sekt zum Aufstieg in die Niederrheinliga gratuliert. „Jetzt sind wir nicht mehr alleine der spielhöchste Verein in Düsseldorf, allerdings muss sich die TuSA in der vierten Liga zunächst mal behaupten“, sagt Wilson.

Vom Aufstieg in die dirtte Liga möchte niemand sprechen

Die 33-Jährige freut sich auf zwei spannende Derbys, in die ihr Team nicht nur wegen des jüngsten Pokalerfolgs als Favorit gehen dürfte. Denn trotz der beendeten Karrieren der Leistungsträgerinnen Sabrina Peters und Kathrin Spengler sieht Wilson den CfR weiterhin gut aufgestellt.

Was aber nicht bedeutet, dass damit als Ziel der dritte Aufstieg in die Regionalliga ausgerufen wird. „Wir wollen die Spitzenteams ärgern sowie ein wenig weiter oben in der Tabelle mitmischen“, erklärt Wilson und fügt hinzu: „Es gilt, spielerisch sowie taktisch weiter zu wachsen und vor allem sich nicht zu verletzen.“ Denn so etwas kann selbst die Nationalmannschaft in Schwierigkeiten bringen.