Frauenfußball: CfR Links mit Kantersieg, TuSA muss Aufstieg abhaken

Frauenfußball : CfR Links: Kantersieg am Muttertag

Große Spiellaune bei 8:1-Sieg. TuSA muss Aufstieg wohl erneut abhaken.

Selbst über 36 Jahre nach dem ersten Länderspiel am 10. November 1982 scheint der DFB den Frauen-Fußball immer noch eher stiefmütterlich zu behandeln. Jedenfalls waren ohne großes Fingerspitzengefühl auch am Muttertag komplette Runden in den einzelnen Spielklassen angesetzt. Aber wenn Frau schon auf den Platz muss, dann kann sie es auch krachen lassen. So fegte Niederrheinligist CfR Links den SV Hemmerden mit 8:1 (3:1) vom Kunstrasen an der Pariser Straße.

„Die ersten zwanzig Minuten haben wir ein wenig verschlafen, dann aber souverän aufgespielt. Ich muss meine Mannschaft loben, dass sie zu einem so späten Zeitpunkt der Saison und noch dazu gegen einen ersatzgeschwächten Gegner derart konsequent bis zum Schlusspfiff nach vorne gespielt hat. Der Sieg hätte am Ende sogar durchaus auch noch höher ausfallen können“, meinte Trainerin Elisa Wilson. Die ist übrigens Mutter einer drei Jahre alten Tochter, welche in guter Obhut dem Geschehen auf dem Spielfeld mit großen Augen folgte.

Nachdem der CfR in der siebten Minute eine Blume in Form des 0:1 durch Cecilie Lischke verschenkt hatte, verblieb der Rest vom Strauß bei den Heerdterinnen. Bis zur Pause sorgten Catharina Makosch (21.) und Sabrina Peters per Doppelpack (30./43.) für ein 3:1. Derart in Spiellaune, wurden die Gäste aus Grevenbroich danach regelrecht überrollt. Erneut Makosch (56.), Lena Hinnemann (60.), Sarah Pankau (67.), Peters mit ihrem dritten Treffer (86.) sowie Kathrin Spengler (88.) schraubten das Ergebnis in die Höhe. Vielleicht erinnert sich die Tochter von Elisa Wilson einmal an diesen Fußball-Muttertag.

Ein Eigentor schockt die TuSA im Spiel bei Fortuna Wuppertal

Enttäuschung dagegen bei Landesligist TuSA Düsseldorf. Das Team von Trainer Younes Tba muss trotz des immer noch besten Angriffs der Liga den Aufstieg wohl abhaken. Bei Fortuna Wuppertal reichte es nur zu einem 1:1 (0:1). Larah-Kim Domeracki unterlief ein Eigentor (44.), welches Mandy Zimmermann erst in der 74. Minute ausgleichen konnte. Zu mehr reichte es nicht mehr. Damit liegen die Fleherinnen zwei Spiele vor Schluss nun fünf Punkte hinter Spitzenreiter SSVg Velbert.

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