Frauen-Fußball: Simnonia schießt CfR zum Sieg, TuSA geht unter

Frauen-Fußball : Spätes CfR-Glück durch Joker Leonie Simnonia

Die erst 19-Jährige trifft mit dem Schlusspfiff zum 4:3. Aufsteiger TuSA erleidet ein Debakel.

Von der Ersatzbank zur viel umjubelten Heldin. Die erst nach 72 Minuten von Trainerin Elisa Wilson eingewechselte Leonie Simnonia bescherte Frauen-Fußball-Niederrheinligist CfR Links Sekunden vor dem Abpfiff doch noch den Sieg bei der SpVgg Steele. Zwei Minuten nachdem die Essenerinnen in der 91. Minute die 3:1-Führung des CfR ausgeglichen hatten, nahm Simnona einen zu kurz abgewehrten Ball volley und beförderte ihn über Torfrau Chiara Kirstein hinweg ins Netz. Durch das 4:3 (3:1) verbesserte sich der CfR in der Tabelle auf den sechsten Platz.

„Ich bin total glücklich, dass ich der Mannschaft helfen konnte. Ich habe den Ball perfekt getroffen und vom Zeitpunkt her hätte es gar nicht besser sein können. Ein unbeschreibliches Gefühl“, sagte Leonie Simnonia. Vergessen war bei der Party in der Kabine, dass sich der CfR die Butter fast hätte vom Brot nehmen lassen. Statt das 3:1 nach Toren von Eyline Lupprich (13.) und Catharina Makosch (29./36.) bei vielen Chancen auszubauen, schien der Sieg durch die Gegentreffer in der 80. sowie 91. Minute plötzlich futsch zu sein.

Dann aber schlug Simnonia zu und bei ihrem Treffer hat der 19-Jährigen sicherlich auch die sportliche Vergangenheit geholfen. Erst vor einem Jahr wechselte Simnonia zum Fußball, zuvor ist sie zwölf Jahre lang beim ART als Leichtathletin unterwegs gewesen. Diskuswurf, Kugelstoßen und sogar der Siebenkampf waren ihre Disziplinen. „Der Mannschaftssport hat mich dann mehr gereizt“, erzählt Simnonia. Technik, Kraft und Willen aus der Leichtathletik helfen nun beim Fußball, ihr Spitzname hat sich inzwischen nicht umsonst von „Leo“ in „Terrier“ geändert.

Sophie Siefen kann nur
die Ehre der TuSA retten

Schwer gebissen wurde am neunten Spieltag Aufsteiger TuSA Düsseldorf. Das Team von Trainer Younes Tba kam auf eigenem Platz gegen Tabellenführer MSV Duisburg II mit 1:8 (0:5) unter die Räder und stellt nun die zweitschlechteste Defensive der Liga. Der Spieluhrzeiger hatte noch nicht seine erste Umdrehung beendet, da hieß es durch Flaka Aslanaj bereits 0:1, nach nur neun Minuten stand es schon 0:4. Sophie Siefen konnte mit ihrem Treffer zum 1:6 wenigstens die Ehre des Neulings retten. Immerhin hat die TuSA weiterhin sechs Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.