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Fortunas Handball-Damen konsterniert — Niederlage nach 10:3-Führung​

Frauen-Handball : Fortunas Damen konsterniert — Niederlage nach 10:3-Führung

Beim Tabellenletzten hat das Team von Ina Mollidor und Klaus Allnoch die Nerven nicht im Griff.

Sie hatten sich so viel vorgenommen, wollten den Negativlauf endlich stoppen und zu ihren Stärken zurückkehren. Doch die bittere Realität sah am Samstag im Siegen-Wittgensteiner Land ganz anders für die Drittliga-Handballerinnen von Fortuna Düsseldorf aus. Auch beim Tabellenletzten TVE Netphen musste sich der Aufsteiger geschlagen geben, verlor mit 17:23. Durch die fünfte Niederlage in Folge und durch den überraschenden Erfolg der Zweitvertretung von Mainz 05 gegen Tabellenführer Aldekerk rutschten die Rot-Weißen auf den vorletzten Platz der 3. Handball-Liga West ab.

Netphen wendet Blatt mit einem bemerkenswerten 15:3-Lauf

„Wir haben sooooowas von Bock darauf“, hatten die Handballerinnen von Fortuna im Vorfeld der Partie auf ihrer eigenen Facebook-Seite geschrieben und wollten zeigen, warum sie es sich verdient haben, in der 3. Liga West zu spielen. Dies sah zu Beginn auch gut aus. Ohne die verhinderten Caro Happe und Sina Söntgen setzten sich die Gäste bis auf 10:3 (20. Minute) ab. Die Rot-Weißen dominierten das Spiel und den Tabellenletzten bis dahin nach Belieben. Alles sah ganz danach aus als könne man einen Tag vor dem dritten Advent die Negativserie hinter sich lassen und wichtige Zähler mitnehmen.

Doch was dann passierte, mussten die wenigen mitgereisten Fortuna-Anhänger fassungslos mitansehen. Bis zur 49. Minute gelang der Fortuna kaum noch etwas – im Gegenteil. Der Tabellenletzte sorgte in dieser Phase für einen unbeschreiblichen 15:3-Lauf und spielte nun die Fortuna an die Wand. Am Ende stand ein 23:17-Erfolg des TVE Netphen. Die Gäste waren nach dem Schlusspfiff konsterniert.

„Wir haben in den ersten zwanzig Minuten alles das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, sagte Klaus Allnoch nach dem Spiel. „Netphen kam Tor um Tor heran und bei uns ging nichts mehr. Nun sind wir froh, dass die Pause kommt und wir  den Kopf frei bekommen können.“

Fortuna Düsseldorf: Grewe, Watermeier, Bertram – Petters, Otten, Gipperich (2), Klinnert (3), Borchert (2), Sander, Otto, Neumann (1), Münch, Steinhausen (3), Berger (5/2)