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Fortunas Futsaler sind klarer Außenseiter

Futsal : Ein Härtetest für Fortunas Futsaler

Die Düsseldorfer treten am Samstag bei HOT 05 an. Die Sachsen haben den stärksten Kader der Bundesliga.

Es gibt ganz sicher Schöneres als den Freitagabend auf der Autobahn zu verbringen. Doch das ist nun mal ein Opfer, das ein Futsaler auf höchstem Niveau bringen muss. Nachdem sie ihre hauptberuflichen Pflichten alle erfüllt hatten, machten sich Fortunas Futsaler am Freitagabend zur Feierabendzeit auf den rund 500 Kilometer langen Weg nach Hohenstein-Ernsttahl. In der sächsischen Kreisstadt gehen die Spieler von Shahin Rassi am Samstagnachmittag schließlich ihrem Hobby nach. Mit dem gastgebenden VfL, besser bekannt als HOT 05 Futsal, wartet eines der Schwergewichte der Futsal-Bundesliga auf die Flingeraner. „Wir werden erst nachts im Hotel einchecken, können aber dafür in der Nähe des Spielortes übernachten. Ich hoffe, die Jungs haben dann am Nachmittag auch frische Beine“, sagte Shahin Rassi vor der strapaziösen Abfahrt nach Sachsen.

Der Kader der Gastgeber
ist sehr gut besetzt

Frische Beine wird die Fortuna im HOT-Sportzentrum auch benötigen, wenn sie am Samstagabend mit etwas Zählbarem im Gepäck die Heimreise antreten möchte. Denn beim Tabellenzweiten und Meisterschaftskandidaten wartet Schwerstarbeit auf die Spieler um Kapitän Fedor Brack.

„Sie haben in der Breite den besten Kader der Liga beisammen, sind da noch besser aufgestellt als Stuttgart“, sagt Rassi über den Kontrahenten und stellt seine Schützlinge zugleich auf eine Leidensprobe ein. „Wir werden permanent Druck bekommen. Denn egal wie oft HOT durchwechselt, sie werden dadurch einfach nicht schwächer.“ Beim Blick auf den Kader der Sachsen wird schnell deutlich, was Shahin Rassi meint. HOT stellt mit Christopher Wittig sowie den Deutsch-Brasilianern Luis Drees und Gabriel Oliveira nicht nur drei deutsche Nationalspieler. Mit dem Portugiesen Diego Valente, dem Brasilianer Kennedy Ribeiro oder dem jüngst verpflichteten lettischen Torjäger Miks Babris stehen weitere Topkräfte in den Reihen von Hohenstein-Ernstthal.

In Anbetracht der Wucht, die da am Samstagnachmittag auf die Fortuna einzuprasseln droht, trifft es sich gut, dass Shahin Rassi personell wieder aus dem Vollen schöpfen kann. Elf Feldspieler und zwei Torhüter haben den Weg in den Osten der Republik mit angetreten. Zum Kader zählen somit auch wieder Michel Schnitzerling und Lukas Sepp, die in der Vorwoche bei der knappen 1:2-Niederlage bei Spitzenreiter Stuttgart noch schmerzlich vermisst wurden. Das einzige kleine Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Fedor Brack. Der zum erweiterten Kreis der deutschen Nationalmannschaft zählende Kapitän ist angeschlagen. Über sein Mitwirken kann voraussichtlich erst nach dem Aufwärmprogramm unmittelbar vor dem Spiel entschieden werden. Ob nun mit oder ohne Fedor Brack – klar ist, dass die Fortuna heute wieder ihr Leistungsoptimum erreichen muss, will sie den Hausherren die Stirn bieten. „Sie verteidigen sehr intensiv, wodurch es unglaublich anstrengend wird. Und darüber hinaus haben sie natürlich eine sehr hohe individuelle Qualität im Spiel mit dem Ball“, zählt Rassi die Vorzüge des Gegners auf. Nur wenn es gelingt, die Konzentration über die volle Distanz hoch und die Fehlerquote gering zu halten, scheint eine Überraschung möglich zu sein.