Fortuna Düsseldorf: Fortuna-Pleite zum Bundesliga-Start: "Die Niederlage tut extrem weh"

Fortuna Düsseldorf : Fortuna-Pleite zum Bundesliga-Start: "Die Niederlage tut extrem weh"

Über 60 Minuten konnte Fortuna gut mit dem Gegner mithalten. Traurig, dass zwei Fehler reichten, um im ersten Spiel nach der Bundesliga-Rückkehr letztlich mit leeren Händen dazustehen.

Düsseldorf. Eigentlich lief alles fast schon zu optimal bis zur Halbzeitpause im Spiel für Fortuna Düsseldorf gegen den FC Augsburg. Das Team von Friedhelm Funkel hatte zunächst 25, 30 Minuten überstanden, in denen man geradezu Angst um die Leistungsfähigkeit der Mannschaft haben musste. „Das kann passieren, als Aufsteiger ist man da ein wenig nervös“, sagte Fortunas Cheftrainer.

Doch als die Fortuna die offensichtlichen Startschwierigkeiten überwunden und die übergroße Nervosität abgelegen konnte, hatte sie Erfolg mit ihrer Taktik. Friedhelm Funkel hatte die defensive Variante im Mittelfeld gewählt, in Rouwen Hennings nur einen Stürmer aufgeboten und Kevin Stöger als „Acht“ aufgeboten, der gemeinsam mit seinem Stürmerkollegen den Gegner frühzeitig anlief. Dafür sollten Alfredo Morales und Marcel Sobottka im Mittelfeld die Räume eng machen.

Als dann die Fortuna mit 1:0 in Führung ging (Raman nach Vorarbeit von Zimmermann), nach einem der wiederholt guten Angriffe über die rechte Seite, schien die Taktik völlig aufzugehen. Die stabile Abwehr der Fortuna geriet nun kaum noch in Verlegenheit. „Wir haben nur ganz wenig zugelassen“, erklärte auch Kaan Ayhan, der sich aber als Abwehrchef genau wie seine Mitspieler über die mangelnde Durchsetzungskraft in den entscheidenden Momenten des Spiels maßlos ärgerte. Es waren zwei Flanken, die die Fortuna nicht abwehren konnte und zweimal bei Kopfbällen den Augsburgern den Vortritt lassen mussten. „Wir haben aber über den gesamten Spielverlauf gesehen keine schlechte Leistung gezeigt“, sagte Ayhans Nebenmann, Andre Hoffmann. „Diese Niederlage tut extrem weh.“ Der Trainer sprach davon, dass man die Gegentore verhindern könne und müsse.

Als „in Ordnung“ bezeichnete Funkel die zweite Hälfte, weil er gesehen hatte, dass seine Mannschaft nach einer Anlaufphase mithalten kann gegen einen gestandenen Erstligisten. „Die Mannschaft hat bravurös gefightet“, lobte Funkel sein Team. „Sie hat viele Dinge richtig gemacht. Wir haben nur nicht kompromisslos genug verteidigt.“ Das ist auch das, was Hoffnung macht für die nächsten Spiele. Die Anpassungsfähigkeit der Spieler ist nun gefragt. Der Lerneffekt müsse laut Funkel jetzt schnell einsetzen. Zudem kündigte er an, dass er auch personelle Änderungen für das nächste Spiel vornehmen wird.

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