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Fortuna Düsseldorf: Ferati bleibt ein Startelf-Kandidat

Fortuna Düsseldorf : Ferati bleibt ein Startelf-Kandidat

Der 19-Jährige ist gegen Nürnberg eine Option für das offensive Mittelfeld. Die Spielweise des „Clubs“ dürfte ihm mehr liegen zuletzt die der Würzburger.

Düsseldorf. Als sich der VfB Stuttgart und der Hamburger SV im Sommer über einen Transfer von Arianit Ferati einigten, war dem Spieler selbst wichtig, dass er in dieser Saison entsprechend Spielpraxis erhält, um sich fußballerisch weiterentwickeln zu können. Daher wechselte der damals 18-Jährige vom Bundesligisten an der Elbe auf Leihbasis zu Fortuna Düsseldorf. Mit großen Ambitionen: „Es ist eine Herausforderung. Aber ja, definitiv traue ich mir die 2. Liga zu. Denn ich möchte ja auch irgendwann einmal Stammspieler in der 1. Bundesliga sein“, gab Ferati nach seinem Wechsel im Gespräch mit der WZ zu Protokoll.

Ganz zur Freude seines Trainers. Denn Friedhelm Funkel weiß um die Qualitäten Feratis, mahnt aber wie bei vielen seiner jungen Profis immer wieder zur Geduld. Auch der 19-Jährige selbst sieht sich nicht am Ende seiner Entwicklung: „Den hundertprozentigen Ari habt ihr alle noch nicht gesehen. Da brauche ich schon noch ein bisschen. Das kommt aber mit mehr Spielen“, sagt der Teenager mit kosovarischen Wurzeln, der beim HSV einen Kontrakt bis 2020 besitzt und am Sonntag in Würzburg (0:0) zum zweiten Mal in der Startelf stand. Im offensiven Mittelfeld vertrat Ferati Marcel Sobottka, der seinerseits auf der Position des kranken Adam Bodzek zum Einsatz kam.

„Ich sollte viel nach hinten mitarbeiten und hatte auch ein oder zwei gute Aktionen in der ersten halben Stunde. Was danach mit uns los war, weiß ich auch nicht so recht“, fasst der quirlige Offensivspieler die 90 Minuten und seine Aufgaben gegen den Aufsteiger zusammen. In Würzburg konnte er keine richtigen Akzente in der Offensive setzen, das war in dieser Saison bereits anders: Beim 1:2 in Braunschweig gelang Ferati seine erste Vorlage, gegen Bielefeld war er beim 4:0-Erfolg erstmals Torschütze. „Jeder Spieler wächst mit der Spielzeit, die er erhält. So ist das bei mir auch. Dann steigt das Selbstvertrauen. Das muss man sich aber auch im Training holen.“

Insgesamt neun Zweitligaspiele hat er in Düsseldorf mittlerweile bestritten. Für die erste Mannschaft des VfB absolvierte er bereits drei Spiele in der Bundesliga - seinem Fernziel. Ansonsten kam der gebürtige Stuttgarter in der vergangenen Saison meist in der 3. Liga für die U 23 der Schwaben zum Einsatz.

Ähnlich wie bei Teamkollege Özkan Yildirim liegen die großen Stärken von Arianit Ferati im technischen Bereich. Beide Spieler sind versiert im Dribbling und gehören im Kader der Fortuna zu den kreativeren Spielern — was der 19-Jährige bereits unter Beweis gestellt hat. Noch mehr als Yildirim muss Ferati aber bei der Physis und seiner taktischen Aufmerksamkeit zulegen. Denn nicht nur gegen Teams wie die Würzburger Kickers verlangt Trainer Funkel von seinen Profis eine grundsätzliche Mitarbeit gegen den Ball.

Ob Ferati am Freitag den 1. FC Nürnberg erneut eine Chance in der Startelf erhält, ist offen. Sollte Sobottka ein weiteres Mal als Bodzek-Ersatz fungieren (siehe Kasten), ist Ferati im offensiven Mittelfeld ein Kandidat. „Nürnberg spielt mehr Fußball. Es wird auch körperbetont, aber nicht so sehr wie gegen die Kickers. Dieser Gegner macht mehr mit“, sagt Fortunas Nummer 30. Ein Umstand, der seinem Spiel durchaus entgegenkommen dürfte.