Düsseldorf: Favoritenrolle im Pokal ist klar verteilt

Düsseldorf : Favoritenrolle im Pokal ist klar verteilt

Titelverteidiger Borussia trifft im Viertelfinale in Homburg auf Zweitligist Ober-Erlenbach.

Düsseldorf. Andreas Preuß war nach der Auslosung des Viertelfinales um den nationalen Tischtennis-Pokalwettbewerb nicht unzufrieden. „Wir hätten auch auf viel gefährlichere Erstligisten treffen können“, sagte der Manager von Rekordmeister Borussia vor einigen Wochen. Denn anstelle eines Liga-Konkurrenten erwischte der Titelverteidiger den Zweitligisten TTC Ober-Erlenbach. „Trotzdem wissen wir ja auch aus dem Fußball, dass du als Bundesligist und Favorit in so einem Spiel eigentlich nur verlieren kannst. Natürlich erwarten alle von uns einen Sieg und dieser Erwartung müssen und werden wir uns stellen.“

Der 23-malige Pokalsieger aus der NRW-Landeshauptstadt dürfte mit neuem Selbstvertrauen nach Bad Homburg fahren, wo das Duell mit dem aktuellen Tabellenzweiten der 2. Bundesliga ausgetragen wird. Im Bundesliga-Auswärtsspiel bei Werder Bremen setzte sich die Mannschaft von Trainer Danny Heister am Sonntag mit 3:1 durch und konnte dabei erstmals nach fünf Monaten wieder auf Kamal Achanta zurückgreifen. Auch der Champions-League-Auftritt in Chartres war trotz knapper Niederlage durchaus positiv zu bewerten. Durch eine Änderung des Final-Turniers mit vier anstelle von bisher acht Teams ist die Borussia als Titelverteidiger nicht mehr direkt für die Endrunde qualifiziert, sondern muss bereits vorher ran.

„Wir nehmen das Spiel in Bad Homburg sehr ernst“, sagt Heister, der aber weiter auf Spitzenspieler Timo Boll verzichten muss. „Wir haben unsere Kräfte in den vergangenen Tagen ein wenig gespart. Wir wollen unbedingt in die Endrunde einziehen, haben dafür aber nur diese eine Chance.“ Neben der Rückkehr Achantas macht auch die derzeit gute Form von Abwehrspezialist Panagiotis Gionis Hoffnung, dass es in Bad Homburg zu keiner Pokalsensation kommen wird. Der Grieche gab zuletzt in Bremen in zwei Einzeln keinen Satz ab.

Mehr von Westdeutsche Zeitung