Volleyball „Der Umbruch ist eine große Herausforderung“

Der 34-Jährige ist neuer Trainer der Volleyballer des ART Düsseldorf. Das Team ist gerade aus der Dritten Liga abgestiegen und hat viele Spieler verloren.

 Eugen Mizel steht mit dem ART vor einer schweren Aufgabe.

Eugen Mizel steht mit dem ART vor einer schweren Aufgabe.

Foto: RP/ART

(mago) Am Samstag steht für die Regionalliga-Volleyballer des ART Düsseldorf das erste Heimspiel an – Gegner des Drittliga-Absteigers ist der Brühler TV (18.30 Uhr, Halle Tersteegenstraße). Nach dem 1:3 zum Saisonstart beim FCJ Köln II ist der Druck gleich etwas höher. Der neue Trainer Eugen Mizel (34) geht trotz eines großen personellen Umbruchs optimistisch in die weitere Saison.

Sie sind als Trainer neu in Düsseldorf. Warum ­haben Sie sich für die Füchse ­entschieden?

Eugen Mizel: Den ART habe ich das erste Mal als Kontrahent auf der anderen Seite gesehen, damals noch in der Oberliga. Schon damals fand ich die Mannschaft sehr sympathisch. Als ich nach Düsseldorf kam, hab ich dann das Konstrukt näher kennengelernt und fand die ganze Idee dahinter klasse. Das Team hat trotz der vielen Abgänge immer noch diesen Spirit.

Die Mannschaft ist im ­Umbruch. Wie ist der Stand der Dinge?

Mizel: Der Umbruch ist eine große Herausforderung. Denn es geht allgemein darum, auch gänzlich neue Spieler zu integrieren. Dabei hat man nicht nur verschiedene Charaktere, sondern auch verschiedene Spielniveaus und dazu auch auch noch der Wechsel des Balles – in der Regionalliga sind andere vorgeschrieben als in der dritten Liga. Aber ich bin zuversichtlich, dass das gelingen wird. Denn wir können auch neue und erfahrene Spieler aufbieten, von denen die jüngeren Spieler profitieren werden.

Wie lief die Vorbereitung in Zeiten von Corona?

Mizel: Sehr ungewohnt. Nach dem Abbruch war erst einmal jeder auf sich alleine gestellt. Erst mit den ersten richtigen Lockerungen fingen die Vorbereitungen an. Zuerst mit Sichtungseinheiten, dann mit Einheiten für Athletik und Kraft. Dank der jüngsten Lockerungen im August ist es auch wieder möglich, alle Spieler in einer Trainingsgruppe zu haben.

Aber Sie waren zufrieden mit der Vorbereitung?

Mizel: Als Trainer kann und sollte man nie zufrieden sein, aber in der kurzen Zeit der Vorbereitung haben die Jungs eine Menge richtig gemacht. Problematisch war, dass wir keine Vorbereitungsturniere spielen konnten.

Was ist in der kommenden Saison möglich?

Mizel: Als Saisonziel ist nicht mehr als der Klassenerhalt realistisch. Schließlich wurde die Mannschaft komplett neu zusammengewürfelt und muss sich auf spielerischer Ebene erst einmal unter Wettkampfbedingungen finden. Wenn allerdings alle ihr volles Potenzial ausschöpfen und die Athletik für die sehr lange Saison mit 24 Spieltagen ausreicht, darf man eventuell auch mit einem Auge aufs sichere Mittelfeld schielen.