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Ein Wiedersehen der Trainer​ beim Kellerduell vom DSC 99 und Kalkum

Spiel der Woche : Auch ein Wiedersehen der Trainer

Beim Kellerduell DSC gegen Kalkum geht es um viel.

Wie schnell sich die Zeiten im Fußball ändern können, darüber könnten der DSC 99 und der TV Kalkum-Wittlaer gemeinsam ein Buch schreiben. Es ist noch gar nicht allzu lange her, dass beide Klubs zu einem Höhenflug ansetzten, der sie jeweils in die Oberliga führte. Wie tief beide Klubs im Anschluss jedoch auch wieder gefallen sind, wird beim Blick auf die Tabelle vor dem direkten Aufeinandertreffen morgen Nachmittag an der Windscheidstraße deutlich. Im Duell zwischen dem Tabellenschlusslicht DSC und dem nur zwei Punkte besser gestellten TVKW (15.) geht es um nicht mehr als das sportliche Überleben in der Bezirksliga.

Die Gäste aus Wittlaer können dem „Club“ dabei in gewisser Hinsicht noch als Vorbild dienen. Denn ihnen gelang es nach dem Durchmarsch von der Bezirks- in die Oberliga (2013-2015) und dem unmittelbar darauf folgenden Absturz zurück in die Siebtklassigkeit (2015-2017) das junge Team dort zunächst wieder zu stabilisieren. In dieser Hinsicht steht dem DSC noch eine Menge Arbeit bevor. Der inzwischen von Michael Kezmann trainierten Elf droht tatsächlich der dritte Abstieg in Serie. Die Gründe dafür sind vielfältig. Fest steht aber, dass beim DSC mit den vielen Wechseln auf der Trainerbank und beim kickenden Personal Identität verloren gegangen ist. Verfügten die „99er“ in den Jahren des sportlichen Erfolges über eine qualitativ gute Mannschaft, die zudem auch außerhalb des Platzes zusammenhielt, so gehen ihnen aktuell Klasse und Homogenität ab.

Drei Punkte aus den letzten vier Spielen deuten darauf hin, dass Michael Kezmann mit seinen Mannen auf dem richtigen Weg ist. Der TVKW hat nur einen Punkt aus den letzten sieben Partien geholt – zuletzt fünfmal verloren. Bei allen sportlichen Sorgen dürften sich die beiden Trainer auf das Wiedersehen freuen. Beim SC West verteidigten Michael Kezmann und Michael Hecker vor 12 Jahren noch ind er Verbandsliga gemeinsam. Anschließend war Kezmann sogar noch kurzzeitig Trainer seines Gegenübers.