Ein Sieg und zwei Remis für die Düsseldorfer Klubs

Fußball-Landesliga : DSC spielt nur 2:2 sieht aber Licht am Ende des Tunnels

Landesliga Der Rather SV setzt sich sicher mit 4:1 bei Aufsteiger Holzheim durch. MSV kommt nur zu 1:1-Remis.

War das Glas am Ende nun halb voll oder halb leer? So richtig wusste auf Seiten des DSC 99 kaum einer, wie er das 2:2 (0:2) gegen den Aufsteiger Teutonia St. Tönis bewerten sollte. Nach dem nunmehr elften Spiel in Folge ohne Sieg sah immerhin Andreas Billetter Licht am Ende des Tunnels. „Wir sind auf einem guten Weg. Wenn wir in den kommenden Wochen mit dem Aufgebot agieren können, dass mir heute zur Verfügung stand, werden wir auch wieder Spiele gewinnen“, sagte der Trainer des DSC. Dafür muss der „Club“ dann allerdings auch die schwerwiegenden Fehler abstellen. Wieder einmal schenkte der DSC dem Gegner ein Tor. Beim 0:1 durch Teutonia-Torjäger Burhan Sahin sah Keeper Laurin Beer unglücklich aus (18.). Nach Satins zweitem Streich wähnten sich die von Ex-Profi Bekim Kastrati trainierten Gäste auf der Siegerstraße. Doch der DSC beweis eine tolle Moral. Der nach abgesessener Rotsperre ins Team zurückgekehrte Jeffrey Eshun verwerte eine Flanke von Robin Reuter zum 1:2 (55.). Nach Patrick Njangues Ausgleich (61.) lag sogar die komplette Wende in der Luft. In der Schlussphase hatte der DSC dann aber auch wieder Glück. Zunächst traf die Teutonia die Latte, dann machte Laurin Beer seinen Patzer mit einer starken Parade wett.

DSC: Beer - Driouch, Njangue, Yildiz, Becker, Reuter (75. M.Ryboth), D.Eßer, Raicevic (35. Lobato), Dipumba (55. P.Ryboth), Eshun, Cisse; Tore: 0:1, 0:2 (18., 44.) Sahin, 1:2 (55.) Eshun, 2:2 (61.) Njangue

Nach passiver erster Hälfte gewinnt Rath noch sicher

Der Rather SV hat mit dem 4:1 (0:1) bei Aufsteiger Holzheim die Pflicht erfüllt. Rundum zufrieden wirkte Andreas Kusel nach der Partie aber nicht. „Der Sieg ist verdient, keine Frage. Zu hoch hängen müssen wir das Ergebnis aber auch nicht. Denn in der ersten Hälfte war unsere Leistung nicht gut“, sagte der Trainer des Rather SV. Die Gäste agierten gegen das Schlusslicht vor der Pause erstaunlich passiv, kassierten das 0:1 und vergaben auf leichtsinnige Art und Weise den möglichen Ausgleich. Nico Stillger verschoss einen Elfmeter. „Das war einfach arrogant. Über diesen Strafstoß werden wir noch reden“, kündigte Kusel an Immerhin fruchteten die zur Halbzeit vorgenommenen Änderungen des Coaches. Rath verlagerte das Spiel nun zunehmend in die gegnerische Hälfte und wirkte ballsicherer. Verdienter Lohn waren die siebbringenden Treffer durch Ibrahim Dogan (57.), Selcuk Yavuz (73.), Fumia Tanaka (82.) und Christoph Lübke (83.)

Rather SV: Möllemann - Pira, Wesseln, Stillger, Körber, Oualdali (46. Yasir), Gatzke, Hirsch, Tanaka (89. Rezgui), Yavuz, Dogan (73. Lübke); Tore: 1:0 (15., Foulelfmeter) Meirich, 1:1 (57.) Dogan, 1:2 (73.) Yavuz, 1:3 (82.) Tanaka, 1:4 (83.) Lübke

Steinebach ist zwei Minuten nach seiner Einwechslung zur Stelle

Zwei Tore, zwei Platzverweise, aber keinen Sieger gab es in der Partie zwischen dem MSV Düsseldorf und der Spvvg Odenkirchen zu sehen. Mit dem 1:1 (0:0) gegen den Tabellennachbarn konnte Mounir Bouhou nach zuletzt drei Niederlagen in Serie aber gut leben. „Beide Teams haben kämpferisch überzeugt. Es freut mich, dass wir uns mit dem Ausgleichstreffer wieder ein Erfolgserlebnis verschaffen konnten“, sagte der sportliche Leiter des MSV. Die ersatzgeschwächten Platzherren mussten mit dem 0:1 kurz vor der Pause zunächst eine bittere Pille schlucken, verdauten diese aber gut. Maximilian Steinebach sorgte nur zwei Minuten nach der Einwechslung für das leistungsgerechte 1:1 (68.). Dass es danach etwas hektischer zu ging, lag auch am Unparteiischen, der zunächst Ayyoub Jidan mit „Rot“ (75.) und später noch Odenkirchens Dragan Kalkan (85.) mit „Gelb-Rot“ unter die Dusche schickte. „Der Platzverweis für unseren Spieler war überzogen“, meinte Bouhou.

MSV: Schöpf - Azirar, Ntuku, Uzunlar, El Joudie, Barkammich, Frasca (66. Steinebach), Jaha, Kijach (89. El Haddachi), Jidan, Jaouadi (57. Baneshi); Tore: 0:1 (43.) Moseler, 1:1 (68.) Steinebach

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