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Ein Sieg als doppeltes Geschenk

Ein Sieg als doppeltes Geschenk

Fortuna möchte gegen Nürnberg Fans und Trainer bescheren — verfrüht zum Fest und zu Funkels Geburtstag.

Der Advent ist traditionell die Zeit, in der Kinder und auch so manch Erwachsener ihre Weihnachtswünsche zu Papier bringen. Der „Wunschzettel“ von Fortunas Anhängern und Trainer Friedhelm Funkel dürfte in diesen vorweihnachtlichen Wochen zumindest eine Übereinstimmung haben: Ein Heimsieg zum Abschluss der Hinrunde in der 2. Fußball-Bundesliga gegen den 1. FC Nürnberg. „Unser Publikum ist maßgeblich an unserer Heimbilanz beteiligt. Die wollen wir mit aller Macht ausbauen“, sagt Funkel vor dem Spitzenspiel des Tabellenzweiten gegen den Dritten am Montagabend (20.30 Uhr).

Fünf Siege, zwei Unentschieden, nur eine Niederlage — und mit 31 Punkten eine Hinrunde, die die nicht-vorweihnachtlichen Erwartungen aus dem Sommer absolut erfüllt oder gar übertroffen hat. „Das war eine fantastische erste Serie, unabhängig vom Resultat am Montag. Das Fazit ist in jeglicher Hinsicht positiv“, erklärt Funkel. Daran würden auch die jüngsten fünf Partien nichts ändern, in denen die Düsseldorfer jeweils nicht als Sieger vom Platz gehen konnten.

Doch nicht nur deshalb hat die Fortuna keinerlei Ambitionen, dem ebenfalls erwartungsfrohen „Club“ aus dem Frankenland an diesem 17. Spieltag etwas zu schenken. Ein Sieg würde den Verfolger auf Distanz halten und die komfortable Ausgangsposition für die bereits am kommenden Freitag in Braunschweig beginnende Rückrunde wieder stärken.

„Ich habe die Nürnberger bei ihrem 3:2-Sieg in Braunschweig beobachtet. Trotz aller technischen Möglichkeiten ist der Blick im Stadion immer noch der Beste“, sagt Funkel. „Diese Mannschaft ist sehr lauf- und konterstark. Ihren Tabellenplatz hat sie zurecht.“ Auf die Frage, wie die Fortuna jenem konterstarken Gegner mit Top-Torschütze Mikael Ishak taktisch begegnen will, antwortet Fortunas Cheftrainer kurz und trocken: „Wir mauern mit elf Mann.“

Das wird mit Sicherheit nicht der Wahrheit entsprechen. Deutlich glaubhafter äußerte sich Funkel, der morgen seinen 64. Geburtstag feiert, zur Personalie Florian Neuhaus. Der Mittelfeldspieler kehrt nach seiner Drei-Spiele-Sperre wieder zurück. „Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass er von Anfang an spielt. Flo hat uns ein Stück weit gefehlt. Aber es darf nicht vergessen werden, dass er auch schon schlechte Spiele wie beispielsweise in Fürth gemacht hat.“

Vielleicht ist es ja aber gerade Neuhaus, der gegen den „Club“ mal wieder den Unterschied für die Fortuna macht. Und damit Fans, Mannschaft und Trainer beschert. Letzteren als Geburtstagskind sogar gleich doppelt.