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Golf: Ein ganz besonderer Titel

Golf : Ein ganz besonderer Titel

Maximilian Kieffer ist stolz, mit seinem Golfclub die Deutsche Meisterschaft gewonnen zu haben.

Düsseldorf. Golf-Profi Max Kieffer (GC Hubbelrath/GCH) ist glücklich. Auf der European Tour (ET) spielt er die beste Saison seiner inzwischen fünf Jahre währenden Profizeit. In der ET-Rangliste belegt er Platz 46 und hat das Saisonfinale, in dem nur die Top-60 der ET spielen dürfen, fest im Blick. Und mit seinem Heimatclub schaffte es der 25-Jährige eine Lücke in seiner Erfolgsbilanz zu schließen.

Zweifacher Jugend-Europameister und internationaler deutscher Amateurmeister war er, zweimal gewann er als Amateur die Ranglistenwertung des Deutschen Golf Verbands (DGV), doch einen Titel, der ihm sehr am Herzen liegt, hatte er noch nicht gewinnen können. „Ich war mit Hubbelrath ein paarmal nah dran, doch der Sieg bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft blieb mir bisher verwehrt“, erläutert Kieffer.

Bisher, denn vor kurzem holte Kieffer mit dem GCH den noch fehlenden Triumph. „Das war riesig. Im Team sind einfach mehr Emotionen dabei. Wie es gelaufen ist, vom Drehbuch her, hätte es nicht spannender und besser sein können“, sagt Kieffer. Sowohl im Halbfinale gegen den GC St. Leon-Rot, als auch im Finale gegen den Hamburger GC setzten sich die Düsseldorfer erst im Stechen durch.

Seit heute ist Kieffer wieder zurück im Kreise seiner Berufskollegen auf der European Tour. Nach dreiwöchiger Pause inklusive des DM-Intermezzos geht Kieffer wieder seiner bezahlten Arbeit nach. Er spielt bei den M2M Russian Open in der Nähe von Moskau.

Der Hubbelrather geht mit jeder Menge Selbstvertrauen zu Werke. In den letzten 19 ET-Turnieren hat er den sogenannten Cut überstanden. Nach zwei von vier Tagen dürfen nur noch die bis dahin besten 60 Spieler von meist 156 gestarteten Profis weiterspielen. Erst ab Tag drei eines Profiturniers geht es ums Geld verdienen. „Ich arbeite daran, meinen ersten Sieg auf der European Tour zu schaffen. Aber im Sport ist nichts wirklich planbar“, sagt Kieffer.

Vor zwei Jahren war der in Gerresheim lebende Berufssportler bereits ganz nah dran am ersten Sieg. Bei den Spanish Open musste er sich erst im Stechen Raphael Jacquelin (Frankreich) geschlagen geben. „Ich glaube weiter an mich“, meint Kieffer. Seine Karriere als Golf-Profi verdankt er seinem Talent, seiner Trainingsdisziplin, mentaler Stärke und seinen Eltern. Sie nahmen den damals kleinen Max mit auf den Golfplatz in Refrath. Im Alter von 13 Jahren wechselte er zum GCH. „Dort begann er, leistungsmäßig zu spielen. Schon seit langem ist Golf für ihn der geilste Sport der Welt. „Ich würde meinen Beruf gegen nichts auf der Welt eintauschen“, erklärt Kieffer.