Düsseldorfs Top-Leichtathleten kämpfen um Medaillen

Leichtathletik : Hoven startet bei Mehrkampf-Meeting in Ratingen, Böhm läuft in der Schweiz

Zudem sind ART-Speerwerfer Yannik Zein und dessen Vereinskollege Aimo Warnt im Dreisprung bei der „Junioren-Gala“ in Mannheim dabei.

Mit der 18 Jahre alten Annkathrin Hoven vom ART ist erstmals eine Düsseldorfer Siebenkämpferin beim zweitägigen „Internationalen Ratinger Mehrkampf-Meeting“ am Samstag und Sonntag (jeweils 9.45 Uhr bis 16.30 Uhr) dabei.

Die EM-Fünfte im Siebenampf der U 18 aus dem vergangenen Jahr ist bei weitem die Jüngste im starken internationalen Feld. Aber mit ihrer in diesem Jahr erreichten Punktzahl von 5276 bei der U 20-EM-Ausscheidung in Bernhausen hat sie von den 17 Athletinnen in der Meldeliste immerhin noch drei weitaus ältere Sportlerinnen hinter sich.

In Bernhausen hatte Hoven als Vierte eines der drei EM-Tickets für die deutschen Siebenkämpferinnen knapp verpasst. In Ratingen möchte sie nun zeigen, dass sie zur nationalen Mehrkampf-Elite dazu gehört. Favoritin ist die 26 Jahre alte Österreicherin Ivona Dadic, die mit 6552 Punkten in der Meldeliste steht. Sie war im Vorjahr Hallen-Vizeweltmeisterin im Fünfkampf und bei der Europameisterschaft in Berlin im Siebenkampf Vierte. ART-Trainer Ralf Jaros hofft mit Blick auf seinen Schützling, dass sich „Ann-Kathrin gegenüber dem Siebenkampf in Bernhausen deutlich steigern kann“.

Männlicher ART-Nachwuchs hofft auf Tickets für die U 20-EM

Mit zwei jungen Athleten ist der ART auch bei der „Junioren-Gala“ in Mannheim vertreten. Dort geht es um die Tickets für die U 20-EM in Boras (Schweden) und um die Europäischen Olympischen Jugend-Spiele (EYOF) in Baku für die U 18. Auf die hofft ART-Speerwerfer Yannik Zein, Deutscher Winterwurf-Vizemeister im Speerwerfen und zuletzt NRW-Meister bei den Ruhr Games in Duisburg. Die Bestleistung des 16-Jährigen beträgt 64,85 Meter, womit er in Deutschland die Nummer zwei ist.

Nummer drei in Deutschand ist ART-Dreispringer Aimo Warnt. Bei der Jugend-Hallen-DM im Februar hatte er Bronze gewonnen. Sprang er im Vorjahr im Freien 14,99 Meter weit, ist er in dieser Saison noch nicht über 14,60 Meter hinaus gekommen. Bei den Ruhr Games hatte er den NRW-Meistertitel mit 14,44 Meter gewonnen. „Ich war zwei Wochen krank, das hat mich viel Kraft gekostet“, erklärte Warnt, der dennoch hofft, „in Mannheim endlich über 15 Meter zu kommen“.

Auf die Jagd zu einer neuen Bestzeit im 400-Meter-Hürdenlauf geht die 25-jährige Djamila Böhm (ART). Die Deutsche Meisterin des Jahres 2017 ist für die Universade ab dem 8. Juli in Neapel nominiert und hält mit 55,61 Sekunden die deutsche Jahres-Bestzeit. Sie startet diesmal im 1000 Meter hoch gelegenen La Chaux-de-Fonds in der Schweiz bei einem internationalen Meeting und möchte vor den Wettkämpfen in Italien unbedingt ihre bisherige Spitzenzeit von 56,54 Sekunden verbessern. Dabei hat Böhm auch die Norm von 56 Sekunden für die WM in Doha Ende September im Blick.

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