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Düsseldorferin Denise Moser rennnt auf Rang zwölf bei der Crosslauf-DM

Düsseldorfer Leichtathletin : Denise Moser rennnt auf Rang zwölf bei der Crosslauf-DM

Ihr Trainer hat andere Sorgen: Er musste wegen des Coronavirus das Trainigslager in Südtirol absagen.

Am Samstag stiegen in Sindelfingen die Deutschen Crosslauf-Meisterschaften. Und obwohl es die Geländeläufe bereits seit Jahrzehnten gibt, warteten die Organisatoren mit einer Premiere auf: Zum ersten Mal fand eine Cross-DM auf den Liegewiesen eines Stadtbad-Gelände statt. Was besonders praktisch war, gab es dort doch nicht nur genügend Umkleide-Möglichkeiten, sondern auch genug Duschen für die aufwendige Reinigung nach den Rennen auf matschigen Pfaden.

Die Läufe sind besonders kräftezehrend, vor allem für Athleten, die eigentlich lieber auf festen Straßen unterwegs sind. Das gilt auch für Denise Moser, die in Sindelfingen über 5,5 Kilometer im kombinierten Rennen der Frauen und der U 23 am Start war. Im Vorjahr war die 19-Jährige vom SFD 75 aus Holthausen NRW-Meisterin über 1500 Meter geworden. Dass sie seitdem weitere Fortschritte hinsichtlich ihrer Ausdauer gemacht hat, bewies sie nun mit Rang zwölf und 24:32 Minuten in der Altersklasse U 23, ein Top-Ten-Platz war nur zwölf Sekunden entfernt. Auch in der Gesamtwertung beider Läufe konnte sich das Ergebnis von Denise Moser sehen lassen, die Biochemie-Studentin an der Düsseldorfer Heine-Universität kam auf Platz 43 — von insgesamt 130 Läuferinnen. „Ein starker Platz sogar bei den Frauen im Mittelfeld“, wunderte sich ihr Trainer Bernd Zahlten, der mit Rang zwölf in der U 23 natürlich noch zufriedener war: „Im ersten Jahr der U 23 gleich so weit vorne, das ist schon sehr beachtlich,“ lobte Zahlten.

Er selbst war allerdings nicht mit nach Sindelfingen gefahren, weil er wegen des Coronavirus ganz andere Sorgen hat: Der SFD 75 musste nach rund 35 Jahren sein traditionelles Trainingslager in den Osterferien in Kaltern, im derzeit gesperrten Südtirol absagen. „In den nächsten Tagen soll eine Entscheidung fallen, ob wir noch eine Alernativlösung hinbekommen“, sagt Zahlten.