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Düsseldorfer sprinten zu Gold

Düsseldorfer sprinten zu Gold

Joshua Koßmann und Max Kluth siegen in Oedt.

Beim traditionellen wie beliebten Sprint-und Mittelstrecken-Pokal-Abend in Oedt waren nur drei Düsseldorfer Athleten am Start — aber sie gewannen vier Titel. Am stolzesten fuhr der Hasselser Sprinter Joshua Koßmann nach Hause. Der 23-Jährige gewann wie bereits 2016 den Sprint-Cup.

Dabei hatte Koßmann nach dem 100-Meter-Lauf, den er in 10,98 Sekunden meisterte, nur auf Rang drei gelegen, ehe es der enge Terminkalender der starken afrikanischen Konkurrenz gut mit ihm meinte: „Ich hatte Glück, dass die Sambia-Topsprinter nicht mehr die 200 Meter gelaufen sind“, freute sich Koßmann, gewann den Lauf in 22,41 Sekunden und sicherte sich so den Gesamtsieg.

Maximilian Kluth (ART), der in den nächsten Tagen 18 Jahre alt wird und sein Abitur in der Tasche hat, wäre zu gerne in der nächsten Woche bei der U 20-WM in Tampere/Finnland im Zehnkampf gestartet, konnnte sich aber trotz gepackter WM-Norm (7290 Punkte) diesmal nicht für das deutsche Team qualifizieren. In Oedt gewann er in 22,76 Sekunden selbst auf der für schnelle Zeiten ungünstigen Innenbahn den 200-Meter-Lauf der U 20. „Wir haben wegen der Bahnverteilung noch bei der Organisation gemeckert, aber die änderten das nicht mehr,“ erzählte sein Vater Peter Kluth. Beim Weitsprung kam Max Kluth nur schwer mit der abschüssigen Anlage beim Absprung zurecht und beließ es nach drei Sprüngen mit dem Sieg bei 6,56 Meter. „Mit der Weite bin ich natürlich nicht zufrieden“, sagte der sonstige Sieben-Meter-Springer.

Spektakulär verlief der 3000-Meter-Lauf, den der 44-jährige Sebastian Hadamus (ART) in 9:00,78 Minuten gegen den 24 Jahre jüngeren Dany Tsgay mit starkem Schlussspurt gewann. Der Siegburger hatte sich bis knapp 20 Meter vor dem Ziel heftigst gegen die Überholung gewehrt — vergeblich.

Parallel zum Abend in Oedt gab es am Mittwoch auch in Düsseldorf Leichtathletik zu sehen. Der ASC veranstaltete im Arena-Sportpark seinen Werferabend. Dort übertraf die erst 15 Jahre alte ART-Diskuswerferin Letizia Marsico mit 44,38 Meter die Qualifikationsweite für die U 18-EM. Ihr Pech: Die EM hatte gestern bereits in Györ/Ungarn begonnen. Freuen durfte sich ASC-Kugelstoßer Till Draxler. Der 15-Jährige schaffte mit 15,02 Meter die Norm für die U 16-DM.