Düsseldorfer Leichtathletin Ojstersek: Vom Flugzeug auf die Laufbahn

10 000-Meter-Meisterschaften : Svenja Ojstersek: Vom Flugzeug auf die Laufbahn

Erst am Donnerstag kam die Langstreckenläuferin des ART Düsseldorf aus Dallas zurück, nun will sie bereits die Deutschen Meisterschaften in Essen laufen.

Wer sich die umfangreiche Meldeliste für die Deutschen Meisterschaften im 10 000-Meter-Lauf anschaut, findet darin auch den Namen Svenja Ojstersek. Was durchaus überraschend ist, die 25 Runden am Samstag (Start um 21 Uhr) im Essener Leichtathletik-Stadion „Am Hallo“ in Stoppenberg sind für die 25 Jahre alte Langstreckenspezialistin des ART nämlich schon das vierte Rennen seit dem 29. März auf dieser langen Strecke.

Damals war sie in Palo Alto beim „Stanford International“ ihre bisher schnellste Zeit mit 33:51,97 Minuten gelaufen, womit sie in der aktuellen deutschen Bestenliste auf dem zweiten Rang steht. Danach folgten zwei weitere Läufe — allerdings eine Minute langsamer — bei denen es um Conference-Medaillen und um das NCAA-Finale der 24 besten US-Studentinnen in Austin/Texas gegangen war. Das hatte Ojstersek aber um 14 Plätze verpasst.

Elf Stunden Flug und sieben Stunden Zeitdifferenz

Kaum jemand hätte daher vermutet, dass sie den „Plan B“ im Kopf hat, zum Saisonausklang die DM in Essen zu laufen. Schließlich ist Ojstersek erst im Laufe des Donnerstags aus Dallas zurückgekommen, wo sie an der Southern Methodist University (SMU, Master) studiert — nach elf Stunden Flug und mit sieben Stunden Zeitdifferenz. „Daher mache ich meinen Start in Essen noch davon abhängig, wie ich die Reiseumstände und den Jetlag wegstecke“, gab sie vorher zu bedenken.

Doch ihr Ehrgeiz wird deutlich, wenn sie sagt: „Eigentlich sehe ich da kein Problem. Ich bin das Reisen und Fliegen ja gewohnt. So hoffe ich, dass ich am Samstagabend an der Startlinie stehe.“

Zu ihren Erfolgsaussichten äußert sie sich allerdings nicht. Denn die Konkurrenz in Deutschland tritt erstmals in dieser Saison über 25 Runden auf der Bahn an. Ojstersek will daher so lange mitlaufen, „wie es meine Beine mitmachen“. Vor zwei Jahren war sie bei der DM Siebte gewesen, eine Platzierung, die sie verbessern will.