Düsseldorfer Leichtathleten starten in die Freiluft-Saison

Am Mittwoch geht es los : Leichtathleten starten in die Saison

Knapp 300 Düsseldorfer Athleten waren in Südeuropa unterwegs, um sich auf die Freiluft-Saison vorzubereiten.

Die Langstreckenläufer sind schon seit einigen Wochen wieder unter freiem Himmel unterwegs, nun beginnt auch für Düsseldorfs übrige Leichtathleten die neue Freiluftsaison mit der Jagd nach Medaillen und Meistertiteln. Bereits an diesem Mittwoch, 1. Mai, stehen die Regions-Staffel-Meisterschaften sowie die Kaarster Saison-Eröffnung an.

Für Maximilian Thorwirth, Jessie Maduka, Annkathrin Hoven und Jaron Boateng (v.l.) wird es dieser Tage ernst. Foto: Bernward Franke (B.F.)

In den vergangen zwei Wochen herrschte eine auffällige Leere auf Düsseldorfs Leichtathletikanlagen. Der Grund: Etwa 300 Athleten waren in Trainingslagern quer über Südeuropa verstreut unterwegs, um sich die Grundlagen für die Sommersaison zu erarbeiten. Nun sind sie alle wieder da — und sind gleich gefragt. Los geht es mit den Regions-Staffel-Meisterschaften (12 bis 18 Uhr) in Wuppertal (Bezirkssportanlage, Oberbergische Straße 91), wo auch Düsseldorfs bester Mittel- und Langstreckler in die Saison einsteigt: Maximilian Thorwirth vom SFD 75 aus Holthausen wird die 3x1000-Meter-Staffel laufen.

Der 24-Jährige ist gleich am Sonntag erneut gefragt, dann in Pliezhausen beim „Tag der krummen Strecken“. Thorwirth wird die 3000 Meter laufen und so den ersten „Wettkampf-Block im Mai beginnen“, wie er ankündigt. Auf eine neue Bestzeit (bisher 14:14 Minuten) über 5000 Meter hofft er dann bei der „Karlsruher Laufnacht“ in der nächsten Woche.

Jessie Maduka. Foto: Bernward Franke

Thorwirth zählt zu den Düsseldorfer Athleten, die in dieser Saison den nächsten Schritt in Richtung nationale Spitzenklasse machen wollen. Da ist Jessie Maduka schon weiter, im Vorjahr startete die 23-Jährige vom ART aus Rath bei der großen Leichtathletik-EM in Berlin. Dort verpasste die junge Dreispringerin als 15. zwar knapp um zwei Zentimeter mit 13,94 Meter das EM-Finale, zeigte aber, dass sie zur erweiterten Spitze in Europa gehört.

Hoven, Kreft und Boateng wollen zur U 20-Europameisterschaft

Zehnkämpfer Jaron Boateng (ART) will sich bei den Ausscheidungswettkämpfe am Samstag in Schweinfurt das U 18-EM-Ticket beim Weitsprung holen. Foto: Bernward Franke (B.F.)

Im vergangenen Winter gab es einen kleinen Rückschlag, Maduka war verletzt, konnte aber dennoch das Trainingslager des ART mit Trainer Ralf Jaros im italienischen St. Bernadetto gut absolvieren. Dort waren auch die Siebenkämpferinnen Annkathrin Hoven und Daniela Kreft, die um ein Ticket für die diesjährige U 20-EM kämpfen. Dasselbe gilt für den Zehnkämpfer Jaron Boateng. Wo Ralf Jaros seine Talente zum ersten Mal zu Freiluft-Wettkämpfen ranlässt, ist derzeit noch offen. Es wird aber nicht mehr lange dauern, denn Anfang Juni gibt es in Bernhausen die ultimativen EM-Ausscheidungen in den Mehrkämpfen.

Los geht es für die übrigen Düsseldorfer am Mittwoch in Wuppertal und Kaarst. Der Großteil der heimischen Vereine ist mit seinem Nachwuchs beim Kaarster Saison-Eröffnungs-Sportfest (11 bis 18 Uhr).

Bereits aktiv waren die Athleten, die mit Diskus, Speer und Kugel hantieren. Beim Werfertag in Dormagen am vergangenen Samstag zeigte der 16-jährige Aidan Warnt mit Siegen beim Kugelstoßen (14,60 Meter) und Diskuswerfen (46,37 Meter, persönliche Bestleistung) schon sehr gute Form, auch wenn ihm die U 18-DM-Norm mit dem Diskus (48,50 Meter) noch nicht gelang. Die wird er nach Ansicht von Beobachtern aber bald schaffen, nachdem er im italienischen Trainingslager weitere technische Fortschritte gemacht hat.

In Dormagen stiegen auch die Werfer des TB Hassels mit guten Leistungen in die Saison ein: Linda Thelen gelang bei den Frauen mit 29,55 Metern eine neue persönliche Bestleistung im Diskuswurf. Maximilian Jacobs schaffte mit 46,23 Metern im Speerwurf der männlichen Jugend U 20 ebenfalls eine neue Bestweite. Der 18-Jährige warf erstmals in seiner neuen Altersklasse mit dem 800 Gramm schweren Wurfgerät der Männer.