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Düsseldorfer Leichtathlet: Auch Max Thorwirth darf wieder rennen

Düsseldorfer Leichtathlet : Auch Thorwirth darf wieder rennen

Nach dem Gewinn der Deutschen Hallenmeisterschaft träumte der SFD-Läufer von Olympia. Doch dann sorgte Corona für eine monatelange Pause.

Vor fast fünf Monaten wurde er erstmals Deutscher Hallenmeister im 3000-Meter-Lauf und hatte die Olympischen Spiele in Tokio im Visier: der Düsseldorfer Top-Läufer Maximilian Thorwirth. Doch anstatt das vielleicht größte Jahr seiner Karriere zu erleben, war er wie nahezu alle Sportler auf der Welt plötzlich zum Nichtstun verdammt. Der erste Teil der Leichtathletik-Saison wurden wegen der Corona-Pandemie komplett gecancelt.

Nun, fast ein halbes Jahr später, geht es aber auch für Maximilian Thorwirth endlich wieder los: Seit Sonntag war der 25-Jährige in Leipzig bei einem dreitägigen Leistungsdiagnostik-Test des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). Nach dem sportmedizinischen Check geht es dann nach Wien, wo am Samstag das erste Rennen über 5000 Meter auf der schönen Anlage neben dem Ernst-Happel-Stadion ansteht. Und nicht nur das: Im Prater-Park wird es nicht etwa ein Geister-Rennen geben, es werden sogar Fans vor Ort sein. Denn die Anlage ist auch von außen gut einsehbar, und das Meeting kann von wohl weit mehr als den 100 offiziell zugelassenen Zuschauern verfolgt werden.

„Ich konnte gut trainieren, die Ausdauerwerte sind vielversprechend“, sagt Thorwirth und freut sich, „endlich wieder einen Wettkampf laufen zu dürfen.“ Das Rennen mit 20 Topläufern aus sechs Ländern wird vermutlich gegen 21 Uhr gestartet, den genauen Zeitplan gibt es „wegen Covid-19-Restrictions“ erst am Mittwochabend. Bislang weiß er nur eins, dass er für die Teilnahme zehn Euro Meldegebühr bezahlen muss. Aber die stören ihn derzeit am geringsten.

Andere Sorgen macht der Blick auf die kommenden Wochen. Zwar darf er jetzt in Wien laufen, die weitere Saison steht aber in den Sternen. So hofft der Düsseldorfer, auch am 8. und 9. August an den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig teilnehmen zu dürfen. Bisher sind die Läufe über die Streckenlänge von 800 Metern hinaus aber noch nicht offiziell ausgeschrieben. Immerhin gibt es Ankündigungen, dass der Verband sein Konzept nach heftigen Protesten der Vereine und Läufer noch einmal überdenkt und versucht, auch für die längeren Strecken ein Corona-Hygiene-Konzept zu entwickeln.

„Ich hoffe, dass die längeren Läufe vielleicht doch noch bei der DM ausgetragen werden, und wir in Braunschweig starten dürfen – auch wenn noch nichts über das Qualifikationsprozedere bekannt ist“, sagt Thorwirth. Im Gegensatz zu Wien ist bei der Deutschen Meisterschaft in Braunschweig allerdings eine „Geister-Veranstaltung“ vorgesehen. Es soll keine Zuschauer im Stadion geben, dafür werden die Titelkämpfe live im öffentlich-rechtlichen TV übertragen.

Auch für die Athleten des ART, ASC und SFD 75 beginnt mit Veranstaltungen am Samstag in Dortmund (9.30 bis 23.30 Uhr) und Sonntag in Essen-Überruhr die „Late Season“.