Düsseldorf ehrt seine besten Sportler des Jahres 2018

Abstimmung: Düsseldorf ehrt seine besten Sportler des Jahres 2018

In vier Kategorien wird der begehrte Preis vergeben. Ab jetzt kann im Internet darüber abgestimmt werden.

Die große Frage lautet diesmal wohl nicht, ob er wieder gewinnt, die große Frage lautet: Kommt er oder kommt er nicht? Gemeint ist Timo Boll, der überragende Sportler Düsseldorfs, der Superstar von Tischtennis-Rekordmeister Borussia Düsseldorf. Sieben Mal wurde der 37-Jährige nun Düsseldorfs Sportler des Jahres. Doch wenn die große Ehrung anstand, musste er meist absagen, weil er irgendwo auf der Welt an einer Tischtennisplatte stehen musste. Nun ist Boll wieder nominiert, und wer auf sein persönliches 2018 schaut — Triple mit der Borussia, Einzel-Europameister, Weltranglistenerster, um nur einige Erfolge aufzuzählen — der dürfte geringe Zweifel daran haben, dass er erneut gewinnt. Und läuft alles glatt, ist er dieses Jahr auch bei der Preisverleihung dabei.

Die steigt zum ersten Mal im Capitol-Theater. Das gab der Verein Düsseldorfer Sportpresse (VDS) am Mittwoch bekannt, als er am selben Ort die Nominierten vorstellte (siehe Kasten). Die Stadt habe ein wenig drauf gedrängt, dem Ganzen einen größeren Rahmen zu geben, verriet Michael Welling, der Wahl und Ehrung mit seiner Sportmarketing-Firma begleitet. Also geht es dieses Mal ins Capitol mit rund 500 Gästen. 400 werden geladen, 100 können sich eine Ticket kaufen. 99 Euro kostet das, was zwar kein Schnäppchen ist. Allerdings gibt es dafür nicht nur den Abend mit zahlreichen ehemaligen und aktuellen und Sportlegenden und einem ausgedehnten Essen, jeder Gast erhält auch Tickets für heimische Topvereine wie  Fortuna, DEG, Borussia, Rochusclub, DHC und Panther.

Vergangenes Jahr stimmten 25 000 Teilnehmer online ab

Einige der Eintrittskarten für die Gala am 22. Januar werden auch verlost. Unter denen, die bei der Online-Abstimmung mitmachen. Denn auch dieses Jahr sind die Düsseldorfer dazu aufgerufen, ihre Sportler des Jahres selbst zu wählen. Ab sofort ist das unter sportlerwahl-duesseldorf.de möglich. Vergangenes Jahr machten rund 25 000 Teilnehmer mit. „Wir hoffen, dass es dieses Jahr noch mehr werden“, sagte VDS-Präsident Piet Keusen.

Damit nicht automatisch die größten Vereine mit der größten Aufmerksamkeit alle Preise abräumen, geht das Online-Voting zu lediglich 50 Prozent in das Endergebnis ein, die anderen 50 Prozent kommen von den VDS-Mitgliedern. „Aber es gab noch nie große Abweichungen“, verriet Keusen. An Timo Boll kommt eben kaum jemand vorbei.

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