DSD möchte mit seinem Herrenhockey-Team demnächst oben angreifen

Hockey : Die DSD-Hockeyherren schielen nach oben

Der Klassenerhalt in der 2. Liga soll nur ein Anfang sein. Viele Talente drängen nach.

Der Deutsche Sportclub Düsseldorf (DSD) ist nun die Nummer eins im Herrenhockey in Düsseldorf. Nach dem Klassenerhalt der ersten Herren in der 2. Bundesliga, dem Klassenerhalt der zweiten Herren in der Oberliga und dem Aufstieg der dritten Herren in die erste Verbandsliga, hat der DSD dem großen Nachbarn vom Düsseldorfer HC zumindest im Herrenbereich – das Aushängeschild des DHC sind seit einigen Jahren bereits die Damen, die 2019 den Meistertitel in der Halle und den Vizemeistertitel auf dem Feld nach Düsseldorf holten – den Rang abgelaufen.

„Es geht hier natürlich nicht um einen innerstädtischen Wettkampf. Insofern möchte ich betonen, dass ich es den DHC-Herren von Herzen gegönnt hätte, wenn sie die erste Bundesliga gehalten hätten,“ sagt DSD-Coach Tobias Bergmann, der selbst in seiner Bundesligakarriere auch für den DHC gespielt hat und freundschaftlich verbunden mit dem Nachbarverein ist.

Henrik Mertgens ist derzeit das größte Talent des DSD

Als er vor vier Jahren das Amt beim DSD übernahm, war der Verein mit der vermeintlich kleinen Hockeysparte noch die dritte Adresse in der Landeshauptstadt hinter dem DHC und DSC. Bergmann führte die ersten Herren gemeinsam mit Teammanager Holger Muth in die 2. Liga, zudem besitzt der DSD eine starke Jugendabteilung, aus der in den kommenden Jahren zahlreiche Nachwuchsspieler zu den DSD-Herren stoßen. Das Gesicht dieser jungen DSD-Generation ist allen voran Henrik Mertgens, der als Zweitligaspieler auch bei den deutschen U 21-Junioren spielt, den Sprung in den EM-Kader jedoch verpasste. Ob es für ihn auch in der kommenden Saison beim DSD weitergeht, ist jedoch noch ungewiss. Der Youngster hat nach seinen guten Leistungen folgerichtig einige Angebote von Bundesligavereinen bekommen.

„Wir hoffen natürlich, dass sich Henrik, der ein richtiges Clubkind ist, für uns entscheidet. Wir werden versuchen, ihm die bestmöglichste Perspektive zu bieten“, sagt Bergmann, der viel für die jungen Spieler tut. Er möchte die vielen Talente einbauen, ihnen Spielpraxis im Herrenbereich verschaffen, aber auch den Kader möglichst durch einige erfahrene Spieler ergänzen. „Wir sind mit ein, zwei qualifizierten Spielern in Kontakt, die auch perspektivisch unsere Mannschaft für längere Zeit ergänzen könnten. Die Spieler müssen sich eben ohnehin weiter verbessern wollen“, sagt der DSD-Coach. „Der Klassenerhalt der zweiten Herren war hier auch besonders wichtig, um einer Vielzahl von Spielern Einsätze im Herrenbereich ergänzend zu ihren Jugendteams auf einem angemessenen Niveau zu ermöglichen.“

Trainer Tobias Bergmann möchte auf hohem Niveau arbeiten

Ein gemischtes Training mit der derzeitigen männlichen B-Jugend und dem Herrenkader hat Bergmann bereits zum Abschluss der Saison organisiert: „Mir war es wichtig, den talentierten Jugendlichen zu zeigen, dass Erwachsenen-Hockey etwas anderes ist, aber auch meiner Mannschaft im positiven Sinne zu vermitteln, wie viel Potenzial nachkommt und so eben auch ein wenig Druck zu machen.“

Der erfahrene Trainer stellt „mega hohe Ansprüche“ an sein Team, wie er selbst betont. „Es ist zunächst frustrierend, wenn man mehr Spiele verliert als gewinnt. Dass das als Aufsteiger aber eben passieren kann, ist auch klar- ich musste mich da manchmal an unser eigentliches Ziel erinnern“, erklärt Bergmann, der sein Team in der kommenden Saison dahin weiterentwickeln will, mehr der engen Spiele auch gegen vermeintliche Favoriten für sich zu entscheiden. Der DSD verlor gegen die Erst- bis Viertplatzierten Teams der Liga meist nur mit einem Tor Unterschied.  „Ob wir in Zukunft noch einen Schritt nach vorne machen können, entscheiden am Ende die Jungs, die das mittragen müssen“, sagt Bergmann. „Und auch der Verein ist gefragt, denn ein vermeintliches Anstreben eines weiteren Aufstiegs würde bedeuten, dass dann auch ganz andere Strukturen geschaffen werden müssen, um uns attraktiv zu machen. Das ist noch ein weiter Weg“,