DSC: Trainer Vollack greift durch

DSC: Trainer Vollack greift durch

Bruno Oliveira ist freigestellt, morgen kommt Fischeln.

Bei der 1:5-Niederlage im Derby gegen den SC West bot der Fußball-Oberligist DSC 99 am vergangenen Sonntag vor allem im ersten Abschnitt eine bedenklich schlechte Leistung. Doch der positiven Grundeinstellung von Jörg Vollack konnte auch dieser neuerliche Tiefschlag nichts anhaben. Mit Blick auf das nun anstehende „Kellerduell“ gegen den Tabellenvorletzten VfR Fischeln überwiegt bei Vollack trotz der prekären Lage die Vorfreude. „Ich bin total guter Dinge, was die Partie am Sonntag angeht“, sagt der Coach des Schlusslichts.

Vollacks gutes Bauchgefühl für das Duell mit Endspielcharakter hat nicht nur mit dessen Sympathien für den VfL und dessen Trainer Josef Cherfi zu tun. Auch das Engagement der eigenen Spieler im Training unter der Woche lässt den 52-Jährigen auf eine Leistungsexplosion im Vergleich zur Vorwoche hoffen. Ob das verbesserte Klima auf dem Trainingsplatz mit den fortschreitenden Aufräumarbeiten im Kader in Zusammenhang steht, ist nicht übermittelt.

Jedenfalls ließ Vollack durchblicken, nun auch Bruno Oliveira vom Trainings- und Spielbetrieb freigestellt zu haben. Auch wenn der Routinier in dieser Saison sportlich nur noch eine Nebenrolle ausfüllte, ist diese Maßnahme ein Signal. Vollack nimmt auf Namen und frühere Verdienste keine Rücksicht. Das sollte auch Fabian Gombarek beherzigen, der sich nach seinem Platzverweis beim SC West in der Kabine noch einen Flaschenwurf erlaubte (die WZ berichtete).

Vollack überlässt das Setzen des Strafmaßes in diesem Fall der sportlichen Leitung um Dirk Leitzbach, empfahl seinem Schützling aber eindringlich, „demütig zu akzeptieren, was der Verein entscheidet.“ Sollte dies nicht passieren, dürfte die Kabine bald noch einen freien Platz mehr haben. Denn eines stellte Jörg Vollack auch unmissverständlich klar. „Ich arbeite lieber nur mit 15 Spielern zusammen, die alle an einem Strang ziehen, als mit 18 Spielern, von denen drei meinen, ausscheren zu müssen.“

Sorgen dieser Art hat Dennis Brinkmann überhaupt nicht. Einstellung und Engagement stimmen bei der TuRU. Dass es für die Oberbilker in der Liga zuletzt zwei Niederlagen in Folge setzte, nimmt man bei den Verantwortlichen gelassen zur Kenntnis. Dennis Brinkmann verweist gebetsmühlenartig darauf, dass sein Team immer noch im Lernprozess steckt. Dieser wird auch nach der Sonntagspartie beim TV Jahn Hiesfeld nicht abgeschlossen sein, wenn die direkten Tabellennachbarn (TuRU: 6., Jahn Hiesfeld: 7.) aufeinander treffen

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