DSC-Motor stottert noch

Nur acht Spieler blieben nach dem Oberligaabstieg.

Ein Neuanfang erfordert Geduld. Darauf muss man sich auch beim Fußball-Landesligisten DSC 99 einstellen. Nach dem sang- und klanglosen Abstieg aus der Oberliga — zwei Siege aus 34 Spielen — wurden an der Windscheidstraße einige Steine umgedreht. Ganze acht Akteure blieben über den Sommer beim „Club“— und da sind die beiden in der Schlussphase der Saison vorzeitig hochgezogenen A-Jugendlichen Felix Koß und Moritz Mink bereits eingerechnet.

Ihnen stellte Trainer Andreas Billetter nun 18 neue Spieler zur Seite. Deswegen verfügt der DSC auf den ersten Blick über eine spannende Mischung aus gerade erst der U 19 entwachsenen Nachwuchsspielern und einigen Akteuren, die bereits in der Landes- oder Oberliga gespielt haben.

Dass in der Billetter-Elf noch längst nicht alle Rädchen ineinandergreifen, zeigte sich nicht nur in den wechselhaften Vorbereitungsspielen gegen überwiegend unterklassige Konkurrenz. Auch das erste Pflichtspiel der neuen Saison wurde in den Sand gesetzt. In der ersten Runde des Niederrheinpokals ereilte den DSC beim Bocholter A-Kreisligisten SV Rees mit 0:2 das Aus. Andreas Billetter war danach bemüht, die Bedeutung des Pokals herunter zu spielen und stellte sich schützend vor seine Mannschaft. Priorität habe für ihn klar die am kommenden Wochenende beginnende Landesliga-Meisterschaft.

Somit ist das Team zum Auftakt am Samstag im Derby beim Rather SV nun gleich gefordert, die vielversprechenden spielerischen Ansätze in Zählbares umzumünzen. Zwar erwartet im Vereinsumfeld in einem Jahr des Umbruchs niemand sofort Wunderdinge von Trainer und Mannschaft. Doch der Auftrag, das DSC-Team nach dem Abstieg eine Etage tiefer zu stabilisieren und in ruhigem Fahrwasser zu halten, ist erteilt. magi