Djymila Böhm kann sich auf eine Strecke konzentrieren

Djymila Böhm kann sich auf eine Strecke konzentrieren

Am Wochenende sind in Dortmund die NRW-Hallen-Titelkämpfe. Aimo Warnt hofft auf den Dreisprung.

Zum zweiten Male gibt es diesmal heute und morgen in der Dortmunder Leichtathletikhalle NRW-Hallen-Meisterschaften. Sie treten an die Stelle der über 60-jährigen Geschichte der Westdeutschen Hallen-Meisterschaften, die den Strukturänderungen der Leichtathletik-Verbände in NRW zum Opfer gefallen sind. Der Leichtathletik Verband Rheinland hatte sich nämlich dem süddeutschen Regional-Verband verärgert angeschlossen. Dass die Athleten immer noch von den „Westdeutschen“ statt der NRW-Meisterschaften sprechen, wundert daher nicht, obwohl viele den Wegfall der immer spannenden wie ereignisreichen Titelkämpfe sehr bedauern.

Immerhin bieten die NRW-Verbände diese Titelkämpfe nun auch den Athleten der U 18-Klasse an, die bisher auf regionaler Ebene noch keine Hallenmeisterschaften hatten und die viel höheren Normen für die Wettbewerbe der U 20 schaffen mussten. Bei den Nordrhein-Hallen-Meisterschaften vor 14 Tagen in Leverkusen war die ART-EM-Aspirantin Djamila Böhm (400 m Hürden) innerhalb von gut drei Stunden gleich zweimal in Bestzeiten zu Titelehren über 200 Meter (24,15 Sekunden) und 400 Meter (53,91 Sekunden) gekommen. In der Meldeliste steht sie auch diesmal wieder für beide Strecken. Doch gestern verkündete die 24-Jährige. „Ich habe meine Pläne geändert. Ich laufe in Dortmund am Samstag nur die 200 Meter“. Die 400 Meter nimmt sie jetzt viel lieber am Dienstagabend beim PSD-Bank-Meeting vor heimischem Publikum in Stockum in Angriff.

Der internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) hatte in seiner World-Indoor-Tour für Frauen keinen 400-Meter-Lauf aufgenommen. Doch die Düsseldorfer Veranstalter des PSD-Bank-Meetings wollten unbedingt den 400 Meter Lauf und haben ihn als nationalen Lauf am Dienstag ins Vorprogramm (18.30 Uhr) für Djamila Böhm als Deutsche Meisterin auf der 400-Meter-Hürden-Strecke extra aufgenommen.

Beim Nachwuchs der U 20 und U 18 gibt es einige aussichtsreiche Athleten aus Düsseldorf. Besonders gespannt ist man auf den 17-jährigen Aimo Warnt (ART), der mit 13,90 Meter beim Dreisprung Nordrheinmeister geworden war und die Meldeliste anführt. Er hofft auf seinen ersten Sprung über die 14-Meter-Marke. Leider passt diesmal die Staffel für die U-18-Mehrkämpferinnen des ART, die vor 14 Tagen Nordrhein-Meister geworden waren, nicht ins Programm für Dortmund.