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Djamila Böhm greift im belgischen Oordegem ihre Bestzeit an

Djamila Böhm greift im belgischen Oordegem ihre Bestzeit an

Die EM-Norm für Berlin ist aber noch ein Stück entfernt. Allerdings droht eine schlechte Bahnverteilung.

Djamila Böhm, die Deutsche Meisterin im 400-Meter-Hürdenlauf, startet in Belgien, da in der Düsseldorfer Groß-Region außer dem Internationalen Volkslauf auf den Straßen in Dormagen-Straberg (morgen) keine weitere Leichtathletik-Veranstaltung stattfindet. Sie läuft beim internationalen Meeting von Flandern (IFAM) im kleinen Dorf Lede-Oordegem, wo es ein richtiges Leichtathletik-Stadion mit acht Rundbahnen und einer kleinen, aber feinen Sitzplatz-Tribüne gibt — dafür aber keine Parkplätze oder Infrastruktur.

Das Sportfest beginnt morgens schon um 10 Uhr, der letzte Wettbewerb (5000-Meter-Lauf) wird um 0.30 Uhr, also dann schon am Sonntag, gestartet. Djamila Böhm ist zu Beginn des Hauptprogramms dran, das um 18 Uhr beginnt und für das die Besucher acht Euro Eintrittsgeld gerne bezahlen, denn fast die gesamte europäische Elite ist bei diesem Meeting am Start.

„Ich will meine Bestzeit in Oordegem angreifen“, sagt Djamila Böhm. Diese steht seit ihrem Titelgewinn im Vorjahr auf 56,92 Sekunden. Die EM-Norm für Berlin im August, von der Djamila derzeit überhaupt nicht spricht, beträgt 56,50 Sekunden. Jeder, die sie kennt weiß, dass sie „die EM-Norm drauf hat“, wenn die Rahmen-Bedingungen stimmen. Die sind aber für sie nicht optimal: Djamila steht in der Meldeliste unter den Top-Europäerinnen nur auf Rang acht. Und sollte sie dem A-Lauf (insgesamt fünf Läufe) zugeteilt werden, drohen ihr mit der Innen- oder Außenbahn (Bahn acht) ungünstige Voraussetzungen. Im dann langsameren B-Lauf könnte sie die für sie günstigere vierte oder fünfte Bahn bekommen, hätte aber nicht so starke Gegnerinnen.

Ihr Trainer Sven Timmermann möchte, dass sie bis zur fünften Hürde (200 Meter) nur noch 14 Schritte zwischen den Hürden (35 Meter) macht und dann auf den vertrauten 15er-Schritt-Rhythmus wechselt. Dazu braucht sie aber während des Rennens auch nahezu Windstille.