Die Unterrather verlieren das zweite Spitzenspiel

Rollhockey Bundesliga : Beim TuS Nord grüßt wieder das Murmeltier

Altbekanntes Problem: Beim 4:7 gegen Remscheid zu viele Chancen ungenutzt.

Der TuS Nord hat den Anschluss an Tabellenführer Germania Herringen vorerst verloren. Zwei Wochen nach der Heimniederlage gegen den Deutschen Rollhockey-Meister unterlagen die Grün-Weißen am Samstagnachmittag der IGR Remscheid in eigener Halle mit 4:7 (1:1) und fuhren zum zweiten Mal in der Saison als Verlierer vom Parkett. „Wir hatten gefühlt 200 Chancen, aber keiner von uns macht das Ding rein“, sagte Tarek Abdalla.

Mit dessen Treffer nach drei Minuten hatte der Nachmittag in der Rollsporthalle in Unterrath verheißungsvoll begonnen. Remscheids Top-Scorer Yannick Peinke (11.) glich die Partie aus, in der es bis zur Pause keine weiteren Tore gab. Nach dem Seitenwechsel gingen die Gäste durch Peinkes 18. Saisontor erstmals in Führung, doch der von Robbie van Dooren trainierte TuS fand in dieser Phase die passenden Antworten. Diogo Carrilho (30.) und Davy van Willigen (35.) schossen die Gastgeber wieder in Führung. Abdallas zweiter Treffer (37.) bedeutete nach dem Ausgleich der Gäste die abermalige Führung für den Vizemeister.

Doch in der Folge übernahm Remscheid das Kommando. Zwischen der 41. und 43. Minute machte die IGR aus dem 3:4 ein 6:4 und sorgte nach der blauen Karte gegen Daniel Kutscha mit dem 7:4 für die Entscheidung (47.). „Das war ein grottenschlechtes Spiel aus unserer Sicht, ein schwacher Auftritt. Wir haben verdient verloren“, erklärte Abdalla frustriert. „Die wieder einmal schwache Torausbeute und mangelnde Konzentration haben uns erneut in einem Spitzenspiel um die Punkte gebracht. Es ist auch ein bisschen Kopfsache bei uns derzeit.“

Damen unterliegen Remscheid mit 3:4 nach Verlängerung

Immerhin einen Zähler fuhren im Anschluss an die Partie der Herren die TuS-Damen ein. Doch einen Sieg gab es für die Unterratherinnen, die zum fünften Mal im sechsten Saisonspiel unterlagen, wieder nicht. Beim 3:4 (2:3) nach Verlängerung erzielten Maya Tolk (7.), Tabea Brinkmann (18.) und Joyce Kimberly Brusdeillins (36.) die Tore. „Es war ein ausgeglichenes Spiel. Unsere Torhüterinnen Marah Rybarczyk und Maren van der Feld haben stark gehalten“, sagte Jenny Delgado. „Dass wir dann in der Verlängerung verlieren, ist einfach unglücklich. Im Penaltyschießen hätten wir sicherlich eine gute Chance gehabt, weil beide so gut aufgelegt waren.“