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„Die Situation können wir gut einschätzen“

„Die Situation können wir gut einschätzen“

Leistungsträger Rico Weiler will mit dem SC West weiter oben mitspielen.

Selbstbewusst und vertrauend auf seine persönlichen Stärken — so präsentierte sich Neuzugang Rico Weiler in den ersten Wochen beim Fußball-Oberligisten SC West auf dem Spielfeld. Und genauso gibt sich der Innenverteidiger auch im Interview vor dem Heimspiel gegen den Tabellendritten ETB Schwarz-Weiss Essen.

Herr Weiler, es hat nicht viel gefehlt und das Heimspiel gegen Schwarz-Weiss Essen wäre als Spitzenspiel durchgegangen.

Rico Weiler: Ja, wenn wir nicht schon vier Punkte durch Gegentore in der Schlussminute liegengelassen hätten. Das ist sicherlich ärgerlich, aber auf der anderen Seite können wir die Situation auch sehr gut einschätzen?

Das heißt?

Weiler: Wenn man ehrlich ist, hätten wir beim 1:1 gegen Velbert den Ausgleich auch schon früher kassieren können. Und beim 2:2 gegen Hiesfeld hätte sich niemand beschweren dürfen, wenn wir zur Pause schon deutlich zurückgelegen hätten. Gemessen an unseren Leistungen sind die zwei Punkte also nicht so schlecht. Auf der anderen Seite kann man natürlich auch sagen, dass man eine Führung über die Zeit bringen muss, wenn man den Kontakt zur Spitzengruppe halten will.

Zählen Sie den SC West denn zur Spitzengruppe der Fußball-Oberliga?

Weiler: Die Liga ist noch sehr eng beieinander. Wir haben erst ein Spiel von acht verloren. Dennoch müssen wir immer auf der Hut sein. Verliert man einmal zwei Spiele hintereinander, müssen wir plötzlich nach unten schauen. Insgesamt bin ich aber der Meinung, dass wir in unserem Spielerkader und Trainerstab so viel Qualität haben, dass es nicht unser Anspruch sein sollte, nur im Tabellenmittelfeld herumzudümpeln.

Wie groß ist der Respekt vor Essens Torjäger Marvin Ellmann?

Weiler: Ich glaube, ich habe schon einmal irgendwann gegen ihn gespielt. Grundsätzlich interessieren mich Namen und Torquoten meiner Gegenspieler weniger. Für mich ist wichtiger, wie sich ein Stürmer auf dem Platz bewegt, damit ich mich darauf entsprechend einstellen kann. 15 Tore aus acht Spielen sprechen natürlich für ihn. Aber andererseits könnte man ihn auch einmal fragen, wie sehr er sich freut, auf einen Gegenspieler wie mich zu treffen.