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Düsseldorf: Die Panther wollen nichts verschenken

Düsseldorf : Die Panther wollen nichts verschenken

Auch gegen Kiel versuchen die Düsseldorfer alles, ein Sieg ist dennoch kaum möglich.

Düsseldorf. Die Düsseldorf Panther stehen vor den Wochen der Wahrheit. In einem Monat ist klar, ob eine weitere enttäuschende Saison in der German Football League mit dem Absturz in die Zweitklassigkeit zu Ende geht. In den vergangenen beiden Spielzeiten profitierte der sechsfache German-Bowl-Gewinner vom Rückzug anderer Teams und konnte nicht absteigen. Das ist 2016 anders. Doch mit Blick auf die reinen Ergebnisse läuft es bei den Panthern nicht viel anders. Alle 13 Saisonspiele gingen verloren, seit September 2013 durften sich die Raubkatzen nur über einen Sieg freuen.

Zum Abschluss der regulären Saison stellen sich am Samstag (17 Uhr, Karl-Hohmann-Straße) die Kiel Baltic Hurricanes in Benrath vor. Die Nordlichter sind für das Play-off-Viertelfinale qualifiziert und würden entweder die Berlin Rebels oder die Dresden Monarchs gerne noch in der Tabelle überholen, um in der ersten Runde den Schwäbisch Hall Unicorns, dem Tabellenführer der Süd-Staffel, zu entgehen. Im Hinspiel zerlegten die Kieler die Düsseldorfer mit 63:0 und hielten die Panther damit als einziges Team der GFL Nord ohne jeden Punkt.

Doch auch die Panther haben sich für das letzte Spiel, bevor es gegen die Cologne Crocodiles in den beiden Relegationsspielen um alles geht, noch einmal etwas vorgenommen: „Ungelogen, das Training am Dienstag war bestimmt das beste in diesem Jahr, die Stimmung ist sehr gut und niemand hat sich verletzt“, sagt Michael Wevelsiep.

Der Cheftrainer hatte in dieser Woche auf dem Trainingsplatz Grund zur Freude: Abwehrspieler Hunter Kelley, Quarterback Clark Evans und Passverteidiger Patrick Klein standen nach ihren Verletzungen endlich wieder auf dem Rasen. „Für mich ist dies ein Pre-Season Spiel, denn unsere wichtigen Spiele kommen erst“, erklärt Jörg Mackenthun, Chef der Defense der Panther.

Doch auch Vorbereitungsspiele wollen Footballspieler gewinnen. Dass das Tabellenschlusslicht dem großen Favoriten ein Bein stellen wird, dürfte jedoch nahezu ausgeschlossen sein. Zuletzt gab es vier Siege in Folge und 17:3-Punkte aus den vergangenen zehn Spielen — die Kieler sind zweifellos derzeit das formstärkste Team. Für die Panther geht es schlicht erneut darum, die Abläufe auf dem Rasen weiter zu verbessern und irgendwie etwas Positives mitzunehmen, bevor in 14 Tagen und vier Wochen die beiden wichtigsten Pflichtspiele der jüngeren Vereinsgeschichte anstehen.