Die neunte Auflage des T3 Triathlon war ein großer Erfolg

Triathlon : Triathlon-Wetter in Düsseldorf war zu gut

Die vielen Zuschauer im Medienhafen und an der Radstrecke kommen auf ihre Kosten. Zepuntke zeigt eine starke Vorstellung auf dem Rad. Buschhüttens Nieschlag ist der Schnellste im Bundesliga-Wettkampf.

Die Distanz ist eigentlich (fast) egal. Ein Triathlon ist immer eine Herausforderung für den Körper. Der T3 Triathlon im Düsseldorfer Medienhafen machte da am Sonntag keine Ausnahme. Das lag nicht nur an den drei anstrengenden Ausdauerdisziplinen, sondern auch am drückenden und heißen Wetter. So war Alexander Walkenhorst, Düsseldorfs bester Beachvolleyballer der Einzige, der die von ihm sehr geliebten „Starandtemperaturen“ so richtig genießen konnte. „Na gut, ich war auch nur in einer Staffel aktiv“, sagte der 30-Jährige, der auf der Laufstrecke unterwegs war und ein wenig haderte, weil er zunächst nach der Staffelübergabe zu zögerlich losgelaufen war. „Eigentlich habe ich mit Ausdauer in meiner Sportart auf den ersten Blick nicht so viel zu tun“, sagte Walkenhorst, der sich aber bewundernd über die Leistungen der Triathleten aussprach.

Und davon waren viele in den Medienhafen gekommen. „Bei 1800 Meldungen mussten wir die Meldelisten schließen“, sagte Sonja Oberem. Die Organisationschefin des T3 Triathlon bedauert die begrenzte Zahl an Startern. „Aber für mehr Sportler fehlt uns hier einfach der Platz.“ Organisatorisch war Oberem mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden und bedankte sich auf diesem Wege auch bei den vielen Helfern am und im Wasser sowie an den Rad- und Laufstrecken. In diesem Jahr fanden keine Deutsche Meisterschaften integriert in diese Veranstaltung statt. Trotzdem tat das der Begeisterung an der Strecke keinerlei Abbruch. Dicht gedrängt standen die Triathlon-Fans an den Absperrgittern und feuerten ihre Favoriten an. Es tat der Veransteltung gut, dass der Zieleinlauf erstmals auf der Landtagswiese war.

Ruben Zepuntke begleicht auf der Strecke eine alte Rechnung

Es schon ein tolles Bild, wenn bei den Bundesliga-Rennen die Starterinnen und Starter ins Wasser springen und mit Kraulschlägen durchs Hafenbecken pflügen. Das Schwimmen macht dem besten Düsseldorfer Ruben Zepuntke erstaunlicherweise auch sehr viel Spaß. Der ehemalige Radprofi nutzte den Triathlon in seiner Heimatstadt, um einen harten Traingsreiz zu setzen und eine Rechnung zu begleichen. „Das habe ich nach der verpassten Chance, 2017 an der Tour de France in Düsseldorf teilzunehmen, diesmal getan, weil ich auf dem Radkurs hier fahren konnte“, sagte Zepuntke, der nicht enttäuscht war, dass er im Trikot des Kölner Triathlon Teams nicht unter die Top Ten des Bundesliga-Wettbewerbs gekommen ist, weil er längere Distanzen bevorzugt. „Vor allem der Rad-Abschnitt hat unglaublich viel Bock gemacht“, sagte Zepunktke, der die schnellste Teilstreckenzeit auf dem Rad hatte, aber nicht genügend Zeit auf die Spitze gut machen konnte. „Die Lücke war einfach zu groß“, sagte er. „Insgeesamt hat trotzdem alles erstaunlich gut geklappt.“ Triathlon-Profi Zepuntke, der 17. wurde, arbeitet auf die WM auf der Mitteldistanz nächstes Jahr in Neuseeland hin.

Potsdam gewinnt Bundesliga-Rennen der Herren

Aktuell der Stärkste ist Justus Nieschlag, der den Einzelsieg in der Bundesliga-Konkurrenz souverän perfekt machte . Sein Klubkollege Richard Murray wurde Zweiter. Dennoch konnte das Team von Buschhütten den Mannschafts-Erfolg des ersten Bundesliga-Rennens nicht wiederholen, weil Triathlon Potsdam gleich vier Starter unter den Top Tean hatte und damit in der Bundesliga nach zwei Wettkampftagen gleichauf mit Buschhütten an der Spitze liegt.

Bei den Frauen war die Dominanz des Spitzenreiters erneut offensichtlich. Das Team aus Buschhütten landete einen Doppelsieg durch Anna Maria Mazzetti (Italien) vor Emma Jeffcoat (Australien), die am ersten Wettkampftag im Kraichgau gewonnen hatte. Die Kölner Damen landeten auf Platz zwei.