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CfR Links: „Die Entscheidung ist mir sehr schwergefallen“

CfR Links : „Die Entscheidung ist mir sehr schwergefallen“

Melanie Strangulis bleibt nach dem Rücktritt als Trainerin beim CfR Links nahe dran.

Nach sieben Jahren bekommt Frauen-Fußball-Niederrheinligist CfR Links einen neuen Trainer. Mit dem Übungs-Auftakt am 10. Juli (den interessierte Spielerinnen für ein Probetraining nutzen können) übernimmt Peter Vogel das Amt von Melanie Strangulis. Seit 2009 hat die Trainerin an der Seitenlinie der Heerdterinnen gearbeitet. Im Gespräch mit der WZ gibt sie Ein- und Ausblicke.

Frau Strangulis, warum beenden Sie Ihr Engagement beim CfR Links?

Melanie Strangulis: Na ja, so ganz beende ich es ja nicht. Als zweite Vorsitzende stehe ich auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Da ich allerdings bei der Jugend-Berufshilfe — einer Tochter-Gesellschaft der Stadt Düsseldorf — das Controlling übernommen habe, lässt die Zeit keine seriöse Trainer-Tätigkeit mehr zu.

Wie fällt das Fazit ihrer sieben Jahre als Trainerin des CfR aus?

Strangulis: Äußerst positiv. Es war eine tolle Zeit, weswegen mir die Entscheidung auch sehr schwergefallen ist. Das Team ist mir ans Herz gewachsen und wenn die Saison startet, dann werde ich sicherlich ein unangenehmes Gefühl im Bauch verspüren.

Höhepunkt war bestimmt der Aufstieg in die Dritte Liga 2014, oder?

Strangulis: Ja, das ist die Belohnung für unsere harte Arbeit gewesen. Für einen Dorfverein wie wir es sind, war das Jahr in der Drittklassigkeit sensationell. Leider mussten wir aber auch direkt wieder absteigen.

In der abgelaufenen Spielzeit lief es dann eher mager. Woran lag es?

Strangulis: Keine Frage, mit Platz sechs haben wir unsere Zielsetzung nicht erreicht. Einerseits hatten wir mit vielen Verletzungen bei Führungsspielerinnen zu kämpfen. Andererseits wurde vielleicht auch gedacht, dass als Drittliga-Absteiger hier und da mal 60 bis 70 Prozent an Leistung reichen könnten. So war schon an Weihnachten der Rückstand auf Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach II zu groß geworden und die Saison gelaufen. Das führte dann auch noch zu einem gewissen Motivationsverlust.

Nun also der Neustart mit Peter Vogel. Wie ist der Kontakt zustande gekommen?

Strangulis: Mein Vater hat in der Vergangenheit beim DSC mit ihm zusammengearbeitet. So kamen wir ins Gespräch und haben schnell festgestellt, dass unsere Philosophie von Fußball große Schnittmengen aufweist. Wir sind froh, dass wir mit Peter Vogel einen ausgewiesenen Fachmann an die Pariser Straße holen konnten.

Wie lautet sein Auftrag?

Strangulis: Da der Kader in großen Teilen zusammen bleibt, wollen wir oben mitspielen und versuchen, das Maximum zu erreichen.

Und das, obwohl sie beim CfR Links von einem Dorfverein sprechen?

Strangulis: Damit meine ich, dass unsere Rahmenbedingungen eingeschränkter sind als bei anderen Clubs. Aber das wollen wir niemals als Ausrede gelten lassen.