Die DEG verliert ein Fehlerfestival in Schwenningen

Die DEG verliert ein Fehlerfestival in Schwenningen

Es reicht erneut nicht zu einem Sieg gegen einen direkten Konkurrenten. SERC siegt im zerfahrenen Spiel mit vielen Strafen 4:2.

Es gibt Namen, die riechen förmlich nach Eishockey. Poukkula ist so einer. Der klingt nicht nur nach der Eishockey-Hochburg Finnland, sondern auch nach dem kleinen schwarzen Spielgerät, das Millionen Fans weltweit in seinen Bann zieht. Für all jene, die es mit der Düsseldorfer EG halten, bedeutete dieser Name gestern Abend allerdings nichts Gutes. Denn Markus Poukkala, Stürmer in Diensten der Schwenninger Wild Wings, leitete mit seinem genialen Rückhandpass auf Istvan Baratlis den Treffer zum 1:0 für die Schwarzwälder ein. Der Anfang vom Ende für die DEG, die mit 2:4 (0:1, 2:2, 0:1) verlor und nach 39 Spielen weiter auf Rang acht der Deutschen Eishockey Liga steht.

Die kleine Erfolgsserie mit Siegen in Berlin (3:2) und Köln (1:0) ist damit auch schon wieder beendet. Zweitens verpassten es die Düsseldorfer erneut, einen direkten Konkurrenten zu schlagen. In diesem Fall sogar einen, der zuletzt zwei Mal in Folge verloren hatte.

Gestern folgte die dritte Niederlage gegen den SERC. Obwohl die Gastgeber nun wahrlich kein spielerisches Feuerwerk abbrannten. Vielmehr warteten sie meist geduldig ab, bis sich die DEG mal wieder einen Fehler in der Vorwärtsbewegung oder eine Strafe gönnte. Am Ende des Spiels hatten die Schwenninger nur 19 Mal auf Tor geschossen und trotzdem vier Mal getroffen. „Wir müssen gegen so eine Mannschaft clever mit der Scheibe umgehen, das haben wir nicht gemacht“, sagte DEG-Trainer Mike Pellegrims, der nach dem 2:0 zu Beginn des Mittelabschnitts durch Mirko Höflin seine Auszeit nahm und wild gestikulierend auf seine Spieler einredete.

Wirklich besser wurde es aber auch danach nicht. Die 6215 Zuschauer im zum dritten Mal in Folge ausverkauften Stadion sahen eine weitestgehend zerfahrene Partie mit vielen Fehlern, noch mehr Strafminuten, aber kaum Chancen. Zumindest fielen nun aber Tore. Erst verkürzte Verteidiger Bernhard Ebner auf 1:2, dann traf Simon Danner mit dem lediglich zehnten Schuss der Wild Wings zum 3:1, ehe Manuel Strodel erneut verkürzte. Doch weil sich die DEG immer neue Strafen gönnte — da durfte die fast schon obligatorische wegen zu vieler Spieler auf dem Eis nicht fehlen —, fing sie sich zu Beginn des dritten Drittels das 2:4 in doppelter Unterzahl. Der Rest war teilweise grausam anzusehen. Fast 40 Minuten dauerte der letzte Abschnitt, der geprägt war von immer neuen Fouls und anderen Unterbrechungen. Die Schlusssirene wirkte da wie eine Erlösung.

Mehr von Westdeutsche Zeitung