Heimniederlage besiegelt den Abstieg ART Giants hoffen bis zuletzt

Düsseldorf · Die zweite Mannschaft der Linksrheinischen muss nach ihrer Heimniederlage aus der Oberliga absteigen.

ART-Spieler Nikolaos Dellis (l.) im Duell mit seinem Gegenspieler vom SC Bayer 05 Uerdingen.

ART-Spieler Nikolaos Dellis (l.) im Duell mit seinem Gegenspieler vom SC Bayer 05 Uerdingen.

Foto: RP/Benedikt Jerusalem

(cle) Sie haben es nicht geschafft: Die jungen Basketballer der ART Giants II haben ihr letztes Saisonspiel verloren und steigen aus der Oberliga ab. Der TuS Maccabi wurde Vizemeister, die Alten Freunde Dritter und die TG 81 II landete in der Abschlusstabelle auf Platz sechs.

ART Giants II – SC Bayer 05 Uerdingen 62:83 (36:37) Mit einem Sieg hätten die Oberkasseler den Abstieg verhindern können. Gegen die körperlich deutlich stärkeren Gäste gerieten sie zunächst mit 0:8 in Rückstand, ehe vor allem Johann Putsch und Nikolaos Dellis ihr Team wachrüttelten und mit 18:17 in Führung brachten. Das Duo hatte zusammen mit Alejandro Ruano Garayoa in der Offensive maßgeblichen Anteil daran, dass die Giants zur Pause noch auf die Rettung hoffen durften. Bis zum 49:53 blieben die Gastgeber dran. Doch danach agierten die Uerdinger deutlich aggressiver. Sie spielten ihre körperlichen Vorteile unter dem Korb aus, zudem gelangen Goran Gavric im dritten Abschnitt gleich fünf Dreier.

Im Spielaufbau und am gegnerischen Korb spielten die Giants viel zu hektisch, nichts wollte mehr klappen. Über 50:65 und 56:83 mussten sie eine deutliche Niederlage einstecken. Nach dem Schlusspfiff flogen vor Frust ein paar leere Plastikflaschen, Enttäuschung machte sich breit. Letztlich kam der Abstieg aber nicht überraschend.

„Es war tragisch, dass wir keine älteren und erfahrenen Akteure im Kader hatten. Man muss konstatieren, dass wir einfach zu jung und unerfahren waren. Der Großteil kam aus unserer NBBL-Mannschaft. Die Jungs können noch nicht konstant gute Leistungen abrufen, es gab viele Ups und Downs“, erklärte Trainer Marcin Hansen. Die beiden Teamkameraden Volodymyr Yermakov und Artem Kozachenko „haben uns extrem gefehlt. Diese tragische Tat hat unseren Jungs mental sehr zugesetzt“, weiß Hansen.

Nach dem sportlichen Abstieg geht der Blick bereits nach vorne. „Für die neue Saison benötigen wir einen guten Mix aus talentierten und erfahrenen Spielern. Mit einigen ehemaligen Akteuren haben wir schon Gespräche geführt. Unser Ziel ist es, sofort wieder aufzusteigen“, betont Hansen.

TuS Maccabi – TV Jahn Königshardt 75:58 (33:32) Mit einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit entschied die Mannschaft von David Wilder die Begegnung für sich. Somit wehrte sie den Angriff des Verfolgers SV Alte Freunde ab und sicherte sich hinter dem TuS Rheinberg die Vizemeisterschaft – zum vierten Mal in Folge.
SpVg Odenkirchen – SV Alte Freunde 65:76 (31:41) „Das war ein souveräner Erfolg“, freute sich Branko Cavic, Teambetreuer des Gästeteams. „Jetzt sind uns vier Siege in Serie gelungen. Endlich haben wir unseren Rhythmus gefunden.“ Aufbauspieler Jovan Culafic, der seit Anfang des Jahres dabei ist, hat sich auch immer besser an den Oberliga-Basketball gewöhnt und war jetzt mit 21 Punkten Topscorer. „Mit dem dritten Platz in der Endabrechnung sind wir sehr zufrieden“, betonte Cavic.


TG 81 II – Mettmann-Sport 96:89 (37:32/83:83) In einer ausgeglichenen Partie brachte Topscorer Torrell Martin die TG mit einem Korbleger in die Verlängerung. Hier behielten die Gastgeber die Oberhand. „Nach unserem schlechten Saisonstart mit nur einem Sieg aus acht Spielen ist der sechste Platz mit einer Bilanz von 9:11 Erfolgen auf jeden Fall ein versöhnliches Ergebnis“, resümierte Spielertrainer Tim Brückmann zufrieden.

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